Norah Jones - Live At Ronnie Scott's (foto: eagle rock)

Norah Jones – Live At Ronnie Scott’s

Vier ausverkaufte Konzerte spielte Norah Jones im vergangenen Herbst im ruhmreichen Londoner Jazzclub „Ronnie Scott’s“. Gut für uns, dass sie einen dieser Auftritte mitschneiden ließ. Der 116-minütige Konzertfilm „At Ronnie Scott’s“ liegt nun auf DVD, Blu-Ray und als Download vor.

Keine Frage: „Ronnie Scott’s“ ist eine echte Institution in der britischen Hauptstadt. Den Jazzclub gibt es schon seit 1959, auch wenn er zunächst in einem Kellergeschoss irgendwo in Soho untergebracht war. Erst im Jahr 1965 siedelte er in seine jetzigen, deutlich größeren Räumlichkeiten in der Frith Street (ebenfalls in Soho) um. Jimi Hendrix hatte hier seine letzten Auftritte; Nina Simone, Chet Baker, Curtis Mayfield, Charlie Watts und Jeff Beck nahmen hier Live-Alben auf. Nun reiht sich also Norah Jones in diese illustre Riege ein. Die gute Frau kehrt für den Konzertfilm zurück zu ihren Jazz-Wurzeln, setzt sich nach langer Zeit mal wieder ans Klavier. War bei ihr ja zuletzt eher eine Seltenheit, es passte nicht zu der Art von Pop, der der guten Norah vorschwebte.

16 Songs stehen am besagten Abend in London auf ihrer Setlist, sie bilden mehr oder weniger einen Querschnitt ihres Katalogs ab. Dazu gibt es ein paar fantastische Cover-Versionen, etwa Duke Ellingtons „Fleurette Africaine“ oder Neil Youngs „Don’t Be Denied“, die ja streng genommen ebenfalls zu ihrem Katalog gehören, hat sie die beiden Nummern doch für ihr 2016er Album „Day Breaks“ eingesungen. Live funktionieren die beiden Titel sogar noch besser als auf Platte. Auf viel Chi Chi verzichten Norah Jones und ihre beiden Musiker (Drummer Christopher Thomas und Bassist Brian Blade) bei diesem Auftritt, die Lieder werden beinahe schon minimalistisch vorgetragen, es gibt keine breitbeinigen und angeberischen Soli, vielmehr steht Jones‘ samtig-zarte Stimme bei dieser Performance im Vordergrund. Keine schlechte Entscheidung.

Interaktion mit dem Publikum gibt es in dieser recht intimen Location erstaunlich wenig, die neunfache Grammy-Gewinnerin Jones wirkt etwas cool und distanziert, ja, geradezu scheu, aber dennoch irgendwie sympathisch. Eben total in ihrer Musik versunken. Wie ihr Publikum.

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Fazit: Lädt zum Träumen ein.

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