Punk made in Austria: Anda Morts haben gerade erfolgreich ihre „Zweimal ist einmal“-Tour beendet, die sich an die Veröffentlichung ihres Debütalbums „ANS“ anschloss – und tauchen jetzt schon wieder in die Vorbereitungen auf die anstehende Festivalsaison ein. Zur Einstimmung gibt es nun mit „Halbes Jahr“ eine neue Single, die auch auf dem zweiten Studio-Album der Band, das im Oktober erscheinen soll, zu finden sein wird. Viel los also bei der Band, trotzdem hat Frontmann und Namensgeber der Band, Anda Morts, die Zeit gefunden, mit uns eine My-Soundtrack-Episode auf die Beine zu stellen.
Termine
18.06.26 Hannover, Chez Heinz
19.06.26 Scheeßel, Hurricane Festival
19.06.26 Friedrichshafen, Kulturufer
20.06.26 Neuhausen ob Eck, Southside Festival
17. – 18.07.26 Coburg, Outside Rodeo
24. – 26.07.26 Hünxe, Ruhrpott Rodeo
05. – 09.08.26 Eschwege, Open Flair Festival
28. – 29.08.26 Bischofswerda, TOEN Festival
29.08.26 Homberg, Musikschutzgebiet Festival
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GeeTee – 40k
Hab mich für den Song entschieden, weil ich‘s beim Schreiben ebendieses Textes gehört hab. Ich kann aber ohne schlechtes Gewissen JEDEN anderen seiner/ihrer Songs empfehlen. Garagepunk mit Synthesizer, schnellen Riffs, Drums geradeaus und kratziger Gesang. Lo-fi at it‘s best. Seit Jahren meine Lieblingsband und live der absolute Hammer. Mich begeistert, wie einfach es sein kann, coole Mukke zu machen, die immer gleich aber nie langweilig klingt. Ich liebe die Art der Aufnahme und den Umstand, dass es ein Solo Projekt ist, aber live mit Freunden umgesetzt wird , wo alle machen was sie können, um es funktionieren zu lassen. Im GeeTee-Dunstkreis gibts ähnlich schöne Dinge (Satanic Togas, 1-800 Mikey, Tee Vee Repairman, Itchy and the Nits…) Großartige Musik, kein bullshit!
ShitKid – High Way
Apropos lo-fi, diese Stimme! Ich denk, am besten an dem Song gefällt mir, wie reduziert und trotzdem voll alles dasteht. Der Synthbass gibt mir jedesmal einen Arschtritt, im positiven Sinne. Der Text handelt von einer inneren Zerrissenheit und/oder Fernweh, von der man denkt, sie überwinden zu können, aber doch irgendwie zu faul ist und es einem eigentlich auch grad zu stressig ist. Das ist zumindest was ich da höre. Ich lieb‘s!
C.W. Stoneking – We gone boogaloo‘
Lo-fi, lo-fi, lo-fi … .was soll ich sagen? Ich weiß nicht mehr wann ich Stoneking entdeckt hab, aber ich war sofort dabei. Dabei dachte ich auch lange, dass es sehr alte Musik ist. Ich meine, es ist alte Musik aber sie wurde erst 2014 aufgenommen. Das ganze Album ist ein Traum. Man hört alles, was man zumindest einmal gehört haben sollte, finde ich. 20er Jahre Blues, New Orleans Jazz, Calypso, Country und so weiter.
Macht einfach Spaß zu zuhören.
Bleached – Dazed
Eine meiner ersten Garage-Rock-Entdeckungen. In die Gitarre hab ich mich gleich verliebt, weil sie so scheissdrauf-mäßig gespielt ist. Und der verträumte Gesang, der aber nicht so nervig-verträumt ist, sondern eher so scheissdrauf-verträumt wenn ihr versteht. Nimmt mich sofort mit. Ich find alle Releases bis 2014 richtig toll, danach wirds mir zu poppig.
Blind Blake – Police Dog Blues
Eine dieser Blues-Legenden, von denen man nicht mal das Geburtsdatum kennt. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würd ich mir wünschen SO Gitarre spielen zu können. Egal, schön genug es zu hören. Ich mag das Rauschen im Hintergrund, es hat fast was von Zeitreisen. Gleichzeitig weiß man dadurch, dass das sehr wahrscheinlich ein one-take war. In dieser Sound-Welt fühl ich mich komischerweise sehr wohl, hat lang gedauert bis ich Leute in meinem Alter gefunden hab, die das auch feiern.
Ich denk auch, dass man gar nicht genug schätzen kann, wieviel Einfluss dieser und viele andere Künstlerinnen* auf unsere heutige Musik hatten und haben. In den allermeisten Fällen haben sie nie die Anerkennung bekommen, die sie verdient hätten. Deshalb hier mehr: Henry Thomas, Charlie Patton, Elizabeth Cotton, Robert Johnson, Blind Boy Fuller.
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