Pretenders - Hate For Sale (foto: bmg rights management)

Pretenders – Hate For Sale

Erscheinungsdatum
Juli 17, 2020
Label
BMG Rights Management
Unsere Wertung
7.5
Anspieltipps
Junkie Walk
Crying in Public
You Can't Hurt A Fool
Turf Account Daddy
Hate For Sale
7.5
Welcome back!
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Sie sind wieder ganz schön umtriebig: 2016 feierten die Pretenders nach acht Jahren Pause mit dem Album „Alone“ ihr Comeback. Im Juni 2019 supportete die Kapelle Fleetwood Mac auf deren UK-Tour – und nun haut die Band um Chrissie Hynde mit „Hate For Sale“ einen weiteren neuen Longplayer raus. Hip, hip, hooray.

„Hate For Sale“ ist das insgesamt 11. Studioalbum der Pretenders und wurde von Stephen Street (The Smiths, Blur) produziert. Alle Songs stammen erstmals aus der gemeinsamen Feder von Chrissie Hynde und dem Gitarristen James Walbourne. „Ich wollte schon von Anfang an mit ihm schreiben, doch unsere Terminkalender haben es einfach nicht zugelassen“, so Hynde. „James ist super gefragt und hat mit Jerry Lee Lewis, Dave Gahan und The Rails aufgenommen, um nur ein paar zu nennen. Wir hatten ursprünglich geplant, auf Tour zu schreiben. Doch wie jeder, der in einer Band spielt bestätigen kann, ist das fast unmöglich. Auf Tour zu sein, ist das Paradies für jeden Prokrastinierer.“ 

Trotz dieser neuen Herangehensweise ist die Platte ziemlich back to the roots. Punk und Hardrock, Baby, mit lärmenden Gitarren, old schooligem Bass und krachenden Drums. Es ist übrigens das erste Pretenders-Album, auf dem die langjährige Tournee-Besetzung mit Hynde, Walbourne, dem Bassisten Nick Wilkinson sowie dem Gründungs-Drummer Martin Chambers zu hören ist. „James, Mart, Nick und ich sind zweifellos zu einer gut geölten Tourmaschine geworden, aber wir waren nicht immer im selben Land oder in der selben Stadt, um Aufnahmezeiten einzuplanen“, sagt Hynde, die ja selbst jüngst noch mit einer jazzigeren Solo-Platte auf sich aufmerksam machte. „Trotzdem wollte ich unbedingt mit der ureigenen Pretenders-Besetzung an einem Album arbeiten, und jetzt habe ich es endlich geschafft.”

Fast jeder Song könnte eine Single sein

30 Minuten Spielzeit gönnen uns die Pretenders auf ihrem neuen Machwerk, und beinahe jeder Song könnte eine Single sein. „Turf Account Daddy“ oder „Junkie Walk“, beide in ihrer Machart fast klassische Pretenders-Songs. Ebenso wie die gitarrenlastige Pop-Nummer „The Buzz“ mit ihrem Sixties-Vibe. Oder die gefühligen Balladen „You Can’t Hurt A Fool“ und „Crying in Public“, die hier einen netten Kontrast bilden. Hynde trägt sowohl die schnelleren als auch die langsameren Stücke leidenschaftlich vor; ihre Stimme ist auch mit 68 Jahren noch über jeden Zweifel erhaben.

Keine Frage: Die 30 Minuten sind am Ende viel zu schnell vorbei. „Hate For Sale“ ist ein absolut würdiges Alterswerk. Eine Platte, die sich nahtlos in die Phalanx großartiger Alben einreiht, die diese legendäre Kapelle in ihrer nun schon seit 1978 andauernden, illustren Karriere eingespielt hat.

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