Pearl Jam – Dark Matter

Erscheinungsdatum
April 19, 2024
Label
Monkeywrench Records / Republic Records
Unsere Wertung
6.5

Vier Jahre nach ihrem bis dato letzten Machwerk „Gigaton“ legen Pearl Jam ihr zwölftes Studioalbum vor. „Dark Matter“ heißt das gute Stück und ist soeben via Monkeywrench Records/Republic Records erschienen. Erstmals griff die Band dabei auf die Dienste des Produzenten Andrew Watt zurück.

Zurück zu den Wurzeln: Für das Vorgänger-Album „Gigaton“ nahmen sich Pearl Jam viele Jahre lang Zeit. Es war eine Platte, die über drei Jahre und unzählige Aufnahme-Sessions hinweg entstand. Diesmal lag die Würze in der Kürze. „Dark Matter“ wurde innerhalb von nur drei Wochen eingespielt. Dabei standen sich Pearl Jam – Eddie Vedder (Gesang), Jeff Ament (Bass), Stone Gossard (Rhythmusgitarre), Mike McCready (Leadgitarre) und Matt Cameron (Schlagzeug) – in den Shangri-La Studios in Malibu im selben Raum gegenüber. Wie früher. Diesmal aber unter den wachsamen Augen und Ohren von Produzent Andrew Watt.

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Watt und Vedder kannten sich bereits durch die Zusammenarbeit beim Vedder-Soloalbum „Earthling“ (2022), danach unterstützte Watt Vedder als Gitarrist bei dessen Solo-Shows. Der gute Andrew, der schon mit den Rolling Stones, Miley Cyrus, Lana Del Rey, Duo Lipa oder Justin Bieber gemeinsame Sache gemacht hat, verpasst Pearl Jam wieder einen etwas härteren und rockigeren Sound als zuletzt. Es gibt wieder mehr auf die Zwölf. Das lässt Drummer Matt Cameron und Mike McCready (diese Soli!) mal wieder richtig schon glänzen.

Das sind die Highlights

Mit dem temporeichen „Scared Of Fear“ und dem dringlichen „React, Respond“ geht es gleich rasant und dynamisch los. Zu den Glanzlichtern gehört aber vor allem Titelstück, eine typische, den Geist des Grunge atmende Pearl-Jam-Nummer. Eddie Vedder geht hier stimmlich richtig nach vorn. Das ebenso als Single veröffentlichte, punkige „Running“ ist schön druckvoll, die Akustik-Ballade „Wreckage“ dazu ein wunderbares Kontrast-Programm. Erinnert stilistisch ein bisschen an Tom Petty. Bei Songs wie „Won’t Tell“ oder „Upper Hand“ geht es dann etwas pop-rockiger zu, an diesem Song-Büffet könnten sich auch U2 ohne Weiteres bedienen. Zu „Something Special“ lässt es sich trefflich schunkeln; „Waiting For Stevie“ erinnertim Gegensatz dazu doch eher an alte Seattle-Zeiten. Und das weitgehend akustische „Setting Sun“ ist ein ebenso emotionales wie grandioses Finale eines würdigen Spätwerks, das vielleicht nicht das beste Pearl-Jam-Album aller Zeiten ist (wie die Band vollmundig bekundete), aber auch nicht das schlechteste.

Fun fact: Die Verpackung des Albums zeigt Lichtmalerei von Alexandr Gnezdilov. Light Painting ist eine künstlerische Form der Fotografie, bei der Bilder durch die Einstellung der Belichtung einer Kamera über einen längeren Zeitraum und die Verwendung einer Lichtquelle, wie zum Beispiel einer Taschenlampe, in der Dunkelheit „gemalt“ werden. Das Albumcover wurde mit Hilfe eines großen, selbst gebauten Kaleidoskops angefertigt. Jeder Buchstabe, der auf dem Cover zu sehen ist, wurde einzeln mit einer speziell entwickelten Taschenlampe in der Luft eingefangen und handgeschrieben, um den Perlglanz-Effekt zu erzeugen. 

Anspieltipps
Dark Matter
Wreckage
Upper Hand
Running
Setting Sun
6.5
Souveränes Spätwerk.
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