UB40 – A Real Labour Of Love

UB40 - A Real Labour of Love (foto: universal music)

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UB40 sind wieder da. Zumindest eine Version davon. Ali Campbell, Mickey Virtue und Astro haben mit “A Real Labour Of Love” ein neues Album vorgelegt – und ein altes Konzept weiterentwickelt. 

Keine Frage: Das Großbritannien der späten siebziger und frühen achtziger Jahre verbindet der Festland-Europäer gewöhnlich nicht mit Reggae. Damit liegt er aber total falsch. Vor allem in Birmingham war dieser Stil zu jener Zeit extrem populär. Und so verwundert es rückblickend auch nicht, dass Robin und Ali Campbell 1978 mit mehreren Buddies eine Band gründeten, die genau dieser Musikrichtung lange und erfolgreich frönen sollte: UB40.

Zwischen 1983 und 1998 produzierte die Gruppe unter anderem drei “Labour Of Love”-Alben und erreichte mit Hits wie “Cherry Oh Baby” von Eric Donaldson, “Kingston Town” von Lord Creator und “Come Back Darling” von Johnny Osbourne ein weltweites Publikum. Mit ihrer Reggae-Version von Neil Diamonds “Red Red Wine” führten sie auf beiden Seiten des Atlantiks die Charts an. Mehr als 70 Millionen Alben soll die Band um Sänger Ali Campbell verkauft haben. Nach dem Elvis-Cover “Can’t Help Falling In Love” kam aber nicht mehr viel. 2008 verließen Sänger Ali Campbell und Mickey Virtue die Band, Schuld waren Streitereien mit dem Management. 2013 ging auch Astro. Seither gibt es zwei UB40-Versionen: Eine um den neuen Sänger Duncan Campbell, und eine um den alten Frontmann Ali Campbell, der sich mit Astro und Virtue zusammengeschlossen hat.

Das letztgenannte Trio legt nun – unterstützt von mehreren Studiomusikern – also “A Real Labour Of Love” vor und führt damit das Konzept der “Labour Of Love”-Reihe fort. Heißt: Man covert. Diesmal jedoch Reggae-Songs der achtziger Jahre. “Auf den ersten drei Alben waren hauptsächlich Songs, mit denen wir aufgewachsen sind”, sagt Ali. “Das neue Album ist den Platten gewidmet, die wir hörten, als wir mit UB40 unterwegs waren.” Und Astro ergänzt: “Wir verbrachten viel Zeit in Jamaika und einige dieser Songs haben wir dort im Radio oder auf der Straße gehört. Die Sänger dieser Lieder waren unsere Helden. Das sind echte Reggae-Künstler.”

Das Konzept ist aber so flexibel, dass vereinzelt auch ältere Songs von der Band berücksichtigt wurden: Stevie Wonders „A Place In The Sun“ ist ein Motown-Klassiker aus dem Jahr 1966. UB40 tun dem Titel kein Leid an – im Gegenteil. Starke Version. Mit „How Could I Leave“ von Dennis Brown und „International Herb“ von Culture sind auch Songs aus den späten siebziger Jahren auf dem neuen Album zu finden.

Die Platte ist überraschend gut geworden, so gut, dass sie selbst im kalten März eine gewisse Sommer-Laune versprüht. Sie knüpft musikalisch in der Tat an die guten alten, goldenen Zeiten der Band an, auch wenn sich wahrscheinlich nicht der große Hit auf ihr findet. Songs wie “She Loves Me Now” oder auch “Strive” hätten den großen Erfolg aber verdient. Eine Platte, die über weite Teile wirklich Spaß macht.

Gewidmet ist das Album übrigens dem langjährigen Posaunisten John Johnson. Er spielt auf dem Album, verstarb aber am Vorabend eines Benefizauftritts, bei dem die Band Geld für seine Krebsbehandlung sammeln wollte.

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Fazit: Unterhaltsam.

Anspieltipps: She Loves Me Now, A Place In The Sun, Strive

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