Thurston Moore - By The Fire (foto: daydream library series)

Thurston Moore – By The Fire

Erscheinungsdatum
September 25, 2020
Label
Daydream Library Series
Unsere Wertung
7.5
Anspieltipps
Hashish
Locomotive
Venus
Dreamers Work
7.5
Corona-Depressions-Antidot.
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Sonic-Youth-Gründer Thurston Moore war mal wieder fleißig. Die Indie-Rock-Legende legt mit „By The Fire“ ihr nunmehr siebtes Studioalbum vor. Gemeinsam mit Debbie Googe (My Bloody Valentine), Jon Leidecker – aka Wobbly – (Negativland), James Sedwards, Steve Shelley (Sonic Youth) und Hem Doulton kredenzt uns der Gute darauf neun Songs, die den Corona-Blues vertreiben sollen.

Keine Frage: Mit Sonic Youth hat Thurston Moore Musikgeschichte geschrieben. Die Band lotete seinerzeit aus, wozu Gitarrenmusik so alles imstande war. Die New Yorker Gruppe war so etwas wie Indie-Avantgarde, und das über drei Jahrzehnte, ehe sie dann an der gescheiterten Ehe zwischen Bassistin Kim Gordon und Gitarrist Thurston Moore zerbrach.

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Auch nach dem Ende von Sonic Youth ist Moore aber nicht von der Bildfläche verschwunden. Der Mann hat während und nach seiner Zeit mit der Band mit einer Vielzahl an Musikern kollaboriert – und auch das eine oder andere Soloalbum auf den Markt geworfen. „By The Fire“ ist Solo-Machwerk Nummer sieben und der legitime Nachfolger von „Spirit Counsel“ aus dem Vorjahr. Und es ist auch ein Produkt der Corona-Pandemie. Bis zur dritten Märzwoche arbeitete Moore in Aufnahmestudios im Norden Londons, um das Album zum geplanten Release fertigzustellen. Dann kam Covid. Die Isolation. Und dennoch bestand Moore darauf, „By The Fire“ noch im Jahr 2020 zu veröffentlichen. Denn es sind Songs mit einer für ihn wichtigen Botschaft. In Anlehnung an das berühmte Zitat des Jazzmusikers Albert Ayler – „music is the healing force of the universe“ – verstehen sich die neuen Aufnahmen als Liebeslieder in einer Zeit, in der sich die Würde des Menschen in seiner Kreativität zeigt.

Musik gewordene Liebe

„By The Fire“ soll eine Friedens-Party sein – mit Liedern mitten aus der Hitze des Gefechts. Entstanden ist das Album in Zusammenarbeit mit dem in London lebenden Künstler Radieux Radio, der das Cover entwarf und obendrein einige Texte schrieb. Zu den Glanzlichtern auf der Platte gehört dabei sicherlich die Leadsingle „Hashish“ –  „an ode to the narcotic of love in our shared responsibility to each other during isolation“, wie Moore sie beschreibt. Aber auch in Songs wie „Locomotives“, „Venus“ oder „Dreamers Work“, wahre Epen, um die 15 Minuten lang, kann man sich wunderbar verlieren.

Freigeist Moore setzt der Pandemie und ihren Irrungen und Wirrungen mit „By The Fire“ Musik gewordene Liebe entgegen. Ein rund 80-minütiger Trip, auf den wir uns gerne mitnehmen lassen.

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