Nneka - Love Supreme (foto: bushqueen music)

Nneka – Love Supreme

Erscheinungsdatum
Februar 11, 2022
Label
Bushqueen Music
Unsere Wertung
8

Sie gehört zu den stärksten zeitgenössischen Stimmen Afrikas: Künstlerin, Aktivistin und Singer-Songwriterin Nneka. Mit „Love Supreme“ hat die Gute gerade – nach fünfjähriger Release-Pause – ihr viertes Album vorgelegt. Ein Album, auf dem die gebürtige Nigerianerin ihre Ängste und Hoffnungen schonungslos offengelegt.

Eigentlich ist Nneka ja bekannt dafür, gerne mal soziale Missstände unter die Lupe zu nehmen. Die Musikerin, die im Alter von 19 Jahren nach Deutschland kam, schreibt politisch aufgeladene Texte und befasst sich auch immer wieder mit Themen wie Mutterliebe, Herzschmerz und dem Streben nach Gerechtigkeit. Und das auf einem so hohen Niveau, dass ihr Debütalbum „Victim Of Truth“ (2005) seinerzeit sogar mit dem Klassiker “The Miseducation of Lauryn Hill” verglichen wurde.

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Es folgten „No Longer at Ease“ (2008), „Soul Is Heavy“ (2011), „My Fairy Tales“ (2014) und nun also „Love Supreme“. Eine waschechte Pandemie-Platte, geschrieben und aufgenommen während einer Lockdown-Phase. Und wie das dann so ist in diesen Zeiten, wenn Künstler plötzlich auf sich selbst zurückgeworfen sind, wandert der Blick nach innen. “Es ging um Selbstreflexion und darum, zu sehen, wie die eigen innere Welt mit der da draussen verbunden ist. Ich will mich nicht mehr als “Victim of Truth” sehen, denn ich BIN kein Opfer. Eher bin ich die Täterin. Oder auch beides, das könnte auch sein. Und das ist okay so: Ich bewerte und verurteile mich nicht, ich habe Mitgefühl“, sagt Nneka.

Es geht ans Eingemachte

Die Musikerin betrachtet auf „Love Supreme“ nun also ihre eigene, persönliche Entwicklung durch die Linse eines Electropop-Prismas, wobei sich ihr ganz persönlicher Style, dieser wunderbare Mix aus Neo-Soul, Hip-Hop, Afrobeat, Reggae und Jazz, natürlich Bahn bricht. Sie verhandelt Kindheitstraumata, Träume, Schuldgefühle, ihren Glauben. Kurzum: Es geht ans Eingemachte.

Zu den Glanzlichtern der Platte gehört sicherlich die kraftvolle Trip-Hop-Ballade „About Guilt“, die sich mit den Themen Schuld und Vergebung beschäftigt. Auch das leicht angegospelte „Maya“ bleibt haften, ebenso wie das hoffnungsvolle „Yahweh“. Ein Gebet mit Drums, inspiriert von Jimi Hendrix’ “Machine Gun”. Auch das Kraft spendende „This Life“ ist ein Song zur rechten Zeit, die Nummer startet mit einer vibrierenden Bassline und klirrender Gitarre, legt dann nochmal schwer an Tempo zu. „Space“ verführt zum Wegträumen.

Wie auf den Alben zuvor hat Nneka selber produziert, in Zusammenarbeit mit Farhot. Allerdings hatten die beiden diesmal auch Unterstützung von dem französischen Produzenten Mounir und dem kenianischen DJ “Blinky” Bill Sellanga. Nicht nur thematisch also ein Neuanfang für Nneka. Man darf gespannt sein, was da noch so kommt. Und ob die Tour stattfinden wird, die die Musikerin im März im deutschsprachigen Raum plant. Zu wünschen wäre es. Das neue Material gehört auf die Bühne.

Anspieltipps
This Life
Maya
Yahweh
Space
About Guilt
8
Starkes Comeback.
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