Myrath - Wilderness of Mirrors (foto: earMusic)

Myrath – Wilderness of Mirrors

Erscheinungsdatum
März 27, 2026
Label
earMusic
Unsere Wertung
8

Mit „Wilderness of Mirrors legt die tunesisch-französische Progressive-Metal-Kapelle Myrath ihr nunmehr siebtes Studioalbum vor. Eine Platte, die für die große Arena und das Festival wie gemacht scheint.

Metal ist mittlerweile auch im afrikanischen und arabischen Raum ein Ding. Nicht ganz so groß wie in unseren Breitengeraden, klar, das Genre hat aber eine loyale und wachsende Fangemeinschaft auch in diesen Kulturräumen. Und Myrath, jene seit 2001 aktive tunesisch-französische Kapelle, hat dazu einen wichtigen Teil beigetragen.

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Auch nach einem guten Vierteljahrhundert im Geschäft ist die Band weiter umtriebig und ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. 2024 hatte die Gruppe „Karma“, Studioalbum Nummer sechs, veröffentlicht. 2025 ließen Myrath dann mit „Reflections“ eine karriereumspannende Werkschau folgen.

Die Band bleibt sich weitgehend treu

Nun also;: der siebte Streich. Die Band bleibt sich auf „Wilderness of Mirrors“ musikalisch weitgehend treu. Auf den zehn neuen Songs setzen Myrath wie gehabt auf ihre bewährte Mischung aus Progressive Metal, nordafrikanisch-orientalischen Einflüssen und modernem, cineastisch anmutendem Klangdesign. Der traditionelle Anteil wurde zwar gefühlt zugunsten von Synthie- und Keyboard-Sounds einen Tick zurückgefahren, wo Myrath drauf steht, ist aber dennoch immer noch Myrath drin. Der traditionelle Einfluss war bei der Band nie nur bloßes Gimmick, nie nur bloßes Ornament.

Die Marschroute, etwas mehr Eingängigkeit herstellen zu wollen, hat die Band ja schon seit „Shehili“ (2019) eingeschlagen. Von ihr weicht man hernach auch nicht ab. Im Gegenteil, der Weg wird wieder etwas konsequenter verfolgt.

Die Highlights

Zu den Glanzlichtern gehört dabei der hymnische, wuchtige Opener „The Funeral“ ebenso wie das Duett „Until the End“ mit Elize Ryd von Amaranthe, einer schwedisch-dänischen Metal-Formation. Ryd und Myrath-Sänger Zaher Zorgati machen ihre gemeinsame Sache gut, der Song hat eine gewisse emotionale Tiefe. Da passt die Chemie.

„Still The Dawn Will Come“ kommt mit ordentlich Bizeps daher. Auch das vorab als Single veröffentliche „Soul of My Soul“ gefällt. Ein Song, der die Band von ihrer gefühligen Seite zeigt und von Liebe, Verlust und der Verbindung erzählt, die Zeit und Abwesenheit überdauert. Statt das Vergangene zu betrauern, erzählt die Band hier von Erinnerungen als etwas Unvergänglichem.

„Breathing Near The Roar“ bleibt ebenso im Ohr, hier springt einen bei allen Pop-Elementen das nordafrikanische Element mit am stärksten an. Getrieben von donnernden Riffs, thematisiert die Nummer Isolation, Überleben und die fragile Grenze zwischen Wahrheit und Illusion. Mit eindringlichen Bildern und roher Emotion zeichnen die Texte den Kampf nach, emotional wie spirituell zu überleben. Myrath-Frontmann Zorgati bewegt sich hier gekonnt zwischen Zerbrechlichkeit und explosiver Intensität. Der hypnotische Refrain steigt wie ein ritueller Gesang auf, ein Ruf nach Befreiung im Herzen des Sturms.

Anspieltipps
The Funeral
Until the End
Soul of My Soul
Breathing Near The Roar
8
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