My Soundtrack: K.Flay

K.Flay (foto: kenneth cappello)

Wut und Verletzlichkeit – das sind die beiden emotionalen Pole, zwischen denen sich die Musik von Kristine Flaherty aka K.Flay gerne bewegt. Im vergangenen Jahr hat die Gute mit “Every Where Is Some Where” ihr zweites Album rausgebracht, in diesem Frühjahr hat sie mit “Run For Your Life” auch einen Song zum neuen “Tomb Raider” mit Alicia Vikander beigsteuert. Läuft also bei K.Flay. Wir haben die Musikerin, die Alternative Rock und Rap miteinander vermengt, jetzt nach den fünf Songs ihres Lebens gefragt. 

 

Yeah Yeah Yeahs – „Phenomena“

“Show Your Bones” was a huge source of inspiration for me while I recorded my last record. There’s something so fearless about the songs, and I needed to be in a fearless headspace too. Karen O is one of my idols. I saw the Yeah Yeah Yeahs play in San Francisco in like 2006, and it was the first time I saw a woman on stage who seemed unconcerned with image, with gloss. “Show Your Bones” is also the record I half-learned drums on. I’m still pretty bad at drums. Gotta practice more :)

“Show Your Bones” war eine große Inspiration für mich, als ich meine letzte Platte aufnahm. Diese Songs haben so etwas Furchtloses, und ich musste auch furchtlos sein. Karen O ist eines meiner Idole. Ich habe die Yeah Yeah Yeahs 2006 live in San Francisco erlebt, und es war das erste Mal, dass ich eine Frau auf der Bühne sah, die sich nicht um Dinge wie Image, wie Glitzer zu scheren schien. “Show Your Bones” ist auch die Platte, zu der ich ein bisschen Schlagzeug lernte. Ich bin immer noch schlecht an den Drums. Muss noch mehr üben :)

 

Dizzee Rascal –  „fix up, look sharp“

I was at university when “Boy in da Corner” came out and I just remember being totally bewildered by it. Having grown up in the US, listening only to American Hip Hop, the cadences and accents and patterns were totally foreign to me. It was the first time I couldn’t easily memorize the words to a song — mainly because I couldn’t work out how he’d pieced everything together. It felt so outside my concept of ‘rap’ and I think it encouraged me to develop my own style of delivery, and to embrace that.

Ich war noch auf der Uni, als “Boy in da Corner” rauskam und ich erinnere mich noch, wie es mich total faszinierte. Ich wuchs in den USA, also auch mit amerikanischem Hip Hop auf, und die Kadenzen, die Akzentuierungen und Strukturen waren total fremdartig für mich. Es war das erste Mal, dass ich es nicht schaffte, mir den Text zu einem Song zu merken, weil ich nicht dahinter kam, wie er das alles zusammengefügt hatte. Das Ganze fühlte sich so außerhalb meiner Idee von Rap an, dass es mich ermutigte, meinen ganz eigenen Stil zu entwickeln.

 

Metric – „Handshakes“

Metric is one of those bands I will love forever, no matter what. “Live it Out” is still one of my top 5 records of all time, and I guess what strikes me the most is the blend of lyricism and musicianship. I realized a few years ago that while most of my friends listen to music first, then lyrics, I listen to lyrics first, and get around to the music later. And Emily Haines is one of my favorite songwriters — there’s a weird specificity to the words that resonates with me.

Metric ist eine dieser Bands, die ich immer lieben werde, egal was passiert. “Live it Out” ist immer noch einer meiner Top-5-Lieblingsplatten aller Zeiten. Was mich am meisten fasziniert, ist, wie Lyrik und Musikalität hier verschmelzen.  Ich habe vor ein paar Jahren begriffen, dass die meisten meiner Freunde erst auf die Musik hören, und dann auf den Text. Bei mir ist es genau andersrum. Emily Haines ist eine meiner liebsten Songwriterinnen. Ihre Texte haben eine eigentümliche Spezifität, die mich einfach packt.

 

Liz Phair – „Fuck and Run“

I first heard “Exile in Guyville” when I was 22, just graduating university, just beginning to undergo the transition to adulthood, to being a woman. This record really touched a nerve in me. The songs were lo-fi and intimate, and they felt like an expression of the weird angst and confusion I was experiencing too. Plus the album cover fucking rules.

Ich hörte “Exile in Guyville” das erste Mal, als ich gerade 22 war, gerade meinen Uni-Abschluss machte und erwachsen wurde, eine Frau wurde. Die Platte hat wirklich einen Nerv in mir getroffen. Die Songs waren so lo-fi, so intim, und sie fühlten sich wie ein Ausdruck einer eigenartigen Angst und Verwirrung an, die ich auch erlebte. Außerdem ist das Album-Cover einfach geil.

 

Kid Cudi – „Simple As“

Cudi was one of the first artists I heard who mixed hip hop and indie rock in a way that I wanted to emulate. I still listen to “Man on the Moon” all the time. It’s got this great mix of irreverence and sadness that I love. On that record he’s never too serious, never too fun. That emotional middle ground is a really difficult place to reach as a songwriter, and he totally nails it.

Cudi war einer der ersten Künstler, die Hip Hop und Indie Rock auf eine Art und Weise mixten, die ich gerne nachahmen würde. Ich höre mir “Man on the Moon” immer noch ständig an. Es hat diesen großartigen Mix aus Respektlosigkeit und Traurigkeit, den ich einfach liebe. Auf der Platte ist er nie zu ernst, aber auch nie zu lustig. Dieser emotionale Zwiespalt ist für einen Songwriter schwer zu erreichen. Er hat es geschafft.

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