Kiss - Destroyer (foto: universal music)

Kiss – Destroyer

Erscheinungsdatum
November 19, 2021
Label
Universal Music
Unsere Wertung
8
Anspieltipps
Detroit Rock City
Beth
Great Expectations
Do You Love Me?
8
Ikonisch.
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Kiss haben Grund zu feiern. Ihr legendäres Album „Destroyer“ wird 45 Jahre alt. Diesen Geburtstag begehen die Rock-Legenden mit der Veröffentlichung von diversen Deluxe-Editionen.

Es gibt wohl kaum eine Band, die die kommerzielle Schiene so clever und erfolgreich fuhr wie Kiss. Die Amerikaner sind Meister der Vermarktung. Und wenn man so will, dann war „Destroyer“ (1976), Studioalbum Nummer vier, der erste bewusste Schritt in diese Richtung. Die Kapelle wandte sich seinerzeit vom rohen Sound der ersten Album ab. Sie nahm nun mehr den Massenmarkt in den Blick. Da hatte sie nach dem Erfolg des Live-Albums „Alive!“, das 110 Wochen in den Charts blieb und den kommerziellen Durchbruch der Band bedeutete, einfach Blut geleckt.

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Helfen sollte dabei der Produzent Bob Ezrin, der zuvor schon erfolgreich mit Alice Cooper zusammengearbeitet hatte. Und Ezrin war auch gleich ziemlich hands on. Er verwarf das meiste Material, das die Band im Vorfeld angehäuft hatte und startete mit Kiss praktisch bei Null. Von den ursprünglichen Vorschlägen der Kapelle überlebten einzig „Gods of Thunder“ und „Detroit Rock City“. Allerdings in stark überarbeiteten Versionen. Ezrin packte die Jungs hart an und ließ sie schwer schuften. Paul Stanley soll die Zusammenarbeit als „musikalisches Boot-Camp“ bezeichnet haben, lobte Ezrin aber trotzdem oder gerade deswegen.

Musikalische Weiterentwicklung

Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt. „Destroyer“ war eine echte musikalische Weiterentwicklung. Die Band versuchte sich an neuen Sounds (was natürlich nicht jedem Puristen gefiel). Es wird mit Orchestrierung, Glocken und Piano gearbeitet. Zu den Glanzlichtern gehören dabei sicherlich „Detroit Rock City“, dessen Inhalt von einer tragischen Geschichte inspiriert war. Auf dem Weg zu einem Konzert der „Dressed To Kill“-Tour 1975 kam ein Fan bei einem Autounfall ums Leben. Hier setzen ihm Kiss ein musikalisches Denkmal. Man hört Motorengeräusche, den Klang einer Autotür, die geschlossen wird, Ezrin als Nachrichtensprecher. Ein Song, der ob des Hintergrunds unter die Haut geht, aber eben auch für die neue Experimentierbereitschaft der Band steht.

Auch die Ballade „Beth“ ist ein Meilenstein. Nicht, weil sie in sich so außergewöhnlich ist. Sondern weil sie eben so untypisch für Kiss in jener Zeit war. Ein Song, der der Band ein breites Publikum erschloss – und das zufällig. Denn es ist Radio-DJs zu verdanken, dass der Track, eigentlich eine B-Seite darstellen, ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt wurde. Dass die weiche Seite der Band durchaus zu gefallen weiß, unterstreicht auch der Song „Do You Love Me?“.

„Destroyer“ verkaufte sich zunächst prächtig (im ersten Jahr insgesamt mehr als eine Million Mal). Auch wenn das Album recht schnell aus den Charts flog. Bis heute ist es dennoch der meistverkaufte Kiss-Longplayer, was auch daran lag, dass es viele Jahre danach wiederentdeckt wurde und späte Anerkennung erhielt.

Jubiläumsauflage in mehreren Varianten

Grund genug also, das Ding zu feiern. „Kiss – Destroyer 45th“ kommt in Form einer Super Deluxe 4 CD + Blu-ray Box und einer schwarzen Doppel-Vinyl sowie einer limitierten Doppel-Vinyl in gelb und rot daher. Außerdem wird das Ganze als 2-CD-Set und digital veröffentlicht.  

CD1 enthält dabei das Original-Album, das von Abbey Road Mastering neu gemastered wurde, während CD2 15 Demo-Aufnahmen aus Paul Stanleys und Gene Simmons persönlichen Archiven enthält – neun davon waren bisher unveröffentlicht. CD3 ist vollgepackt mit Studio Outtakes, alternativen Versionen, Mixen und Single Edits, sowie einer stripped down-version von „Beth (Acoustic Mix)“. CD4 enthält eine sensationelle Live-Performance der Band vom 22. Mai 1976 bei einem Auftritt im L’Olympia in Paris. Für die Blu-ray Audio-Aufnahmen wurde Steve Wilson mit einer speziellen Abmischung von „Beth (Acoustic Mix)“ und „Sweet Pain (Original Guitar Solo)“ beauftragt, letzteres featured Ace Frehleys Original-Gitarrenaufnahme, die auf dem Studioalbum nicht enthalten war.

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