Kings Of Leon - When You See Yourself (foto: sony music)

Kings of Leon – When You See Yourself

Erscheinungsdatum
März 5, 2021
Label
Sony Music
Unsere Wertung
6.5
Anspieltipps
The Bandit
100,000 People
Echoing
6.5
Gelungenes Comeback.
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Die Kings Of Leon sind zurück. Auf ihrem achten Studioalbum „When You See Yourself“ geben sich die US-Rocker überraschend zurückhaltend.

Keine Frage: Die Kings of Leon sind so ein bisschen in die Falle getappt, in die so viele große Rock-Bands vor ihnen traten. Die ersten Alben waren – zumindest in Europa – ein heiß gehandelter Geheimtipp, nach ihren Mainstream-Erfolgen mit „Because Of The Times“ und „Only By The Night“ ist die Band aber so ein bisschen vom Weg abgekommen. Sell-Out-Vorwürfe and so on. Und das ging dann auch mit internen Verwerfungen einher, wie das in so Fällen nun mal so ist. 2011, nach „Come Around Sundown“ und einer ausgiebigen Tournee, legte die Band folgerichtig eine Pause ein. Mit „Mechanical Bull“ (2013) und „Walls“ (2017) bekam die Band dann wieder die Kurve, auch wenn so einige Fans der ersten Stunde durch den mittlerweile recht poppigen Ansatz der Followill-Brüder sicherlich verschreckt waren.

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Nun also Studioalbum Nummer acht. Aufgenommen in den berühmten Blackbird Studios in Nashville und produziert vom Grammy-Preisträger Markus Dravs – und das schon vor Beginn der Pandemie -, kommt das neue Machwerk überraschend laid back, nachdenklich und verträumt daher. Und so wirklich scheinen sich die Jungs auch nicht mehr ums Radio zu kümmern. Die Länge, die Bauart der Songs – da wurde zu keiner Zeit ans Format oder kommerzielle Verwertbarkeit gedacht. Sympathisch.

Gutes Storytelling

Auch inhaltlich macht die neue Platte Lust, vor allem, weil mit vielen Songs gute Geschichten erzählt werden. Die stadiontaugliche Lead-Single „The Bandit“ – stilistisch hier schon eine Ausnahme – etwa handelt von einem Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem Banditen und einem Kopfgeldjäger. Auf „100,000 People“ verhandelt Caleb die Alzheimer-Krankheit seines Schwiegervaters. Und „Echoing“, das mit einem wunderbaren Riff daherkommt, erzählt eine dramatische Liebesgeschichte. Songs, die über die Filler, die es hier unter den elf Tracks ebenfalls gibt, hinwegtrösten. Bei denen man aber durchaus mehrfach hinhören muss.

Am Ende steht ein ruhiges Album, das zwar nicht konstant fesselt, zu dem es sich aber wunderbar von besseren Zeiten und den nächsten Festivals träumen lässt. Bei denen dann sicherlich auch die Kings of Leon wieder zugegen sein werden.

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