Psychothriller und schwarze Komödie in einem: In „Das Drama“ spielen Zendaya und Robert Pattinson ein Paar kurz vor der Hochzeit, dessen Welt durch ein Geständnis ins Wanken gerät. Der Film liegt jetzt fürs Heimkino vor.
Buchhändlern Emma (Zendaya) und Museumsdirektor Charlie (Robert Pattinson) stehen kurz vor der Hochzeit. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Dabei steht auch ein Probeessen auf dem Programm. Bei diesem schlagen die beiden Trauzeugen Mike (Mamoudou Athie) und Rachel (Alana Haim) dem Paar ein sogenanntes „Beichtspiel“ vor. Jeder soll dabei die schlimmste Sache offenbaren, die er oder sie jemals getan hat. Die Stories sind alle recht schwer zu verdauen, Emma aber schießt den Vogel ab. Sie gesteht, dass sie als 15-jährige Schülerin einst einen Amoklauf plante. Bei den Schießübungen verlor sie seinerzeit das Gehör. Ein Geständnis, dass Charlie schockt – und ins Grübeln bringt. Ist das noch die Frau, die er zu kennen glaubte?
anzeige
Der norwegische Regisseur Kristoffer Borgli erzählt in „Das Drama“ die Geschichte eines scheinbar perfekten Paares, dem jedwede Gewissheit vor dem entscheidenden Moment flöten geht. Und das auf recht düstere Art und Weise. Dabei kann er auf ein starkes Ensemble zurückgreifen, Pattinson und Zendaya machen ihre Sache glaubwürdig, man nimmt den beiden ihre bröckelnde Beziehung ab. Der Film ist clever geschnitten, Rückblenden (oder: Gedankenfetzen) helfen, die komplexe Beziehung der beiden Hauptdarsteller besser zu begreifen, irritieren aber auch manchmal. Man fiebert bis zum Schluss mit, ob die beiden es noch vor den Traualtar schaffen – oder eben nicht. Borgli stellt dem Zuschauer dabei schwierige Fragen nach Vergebung, Wahrheit und Moral, die dieser nur für sich selbst beantworten kann.
anzeige



