Grantchester - Staffel 4 (foto: edel motion)

Grantchester – Staffel 4

Erscheinungsdatum
Mai 15, 2020
Verleih
Edel: Motion
Unsere Wertung
7
7
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Alles anders in Grantchester: Sidney Chambers sagt goodbye. Das Tandem Inspector/Reverend funktioniert aber auch nach seinem Abgang immer noch. Staffel vier der britischen Erfolgsserie liegt nun fürs Heimkino vor.

Grantchester 1956. Der Geistliche Sidney Chambers (James Norton) steckt in einer tiefen Lebenskrise. Er verspürt ein Gefühl der Ohnmacht und Gleichgültigkeit und lässt sich immer wieder zu lebensgefährlichen Aktionen hinreißen. Detective Inspector Geordie Keating (Robson Green) macht sich Sorgen um seinen Freund. Auf ihn wirkt Sidneys leichtsinnige Einstellung langsam wie eine Todessehnsucht. Doch dann tritt eine neue Frau in Sidneys Leben: die schwarze amerikanische Bürgerrechtsaktivistin Violet Todd. Ihr Streben nach sozialer Gerechtigkeit entfacht auch sein Feuer wieder, und er merkt, dass Grantchester womöglich nicht mehr der richtige Ort für ihn ist.

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Und so begrüßt das kleine Dorf einen neuen Pfarrer: den jungen und modernen Idealisten Will Davenport (Tom Brittney). Ein leidenschaftlicher Hobbyboxer und Fahrer einer BSA Goldstar. Stand Geordie Keating als Musicalfan schon Sidneys Faible für Jazz kritisch gegenüber, so ist für ihn Wills Vorliebe für Rock`n`Roll noch unerträglicher.

Holpriger Start

Geordie vermisst seinen engsten Vertrauten Sidney und kann sich eine Welt ohne ihn nicht so recht vorstellen. Sowohl Geordie als auch Will wollen das unkonventionelle Ermittler-Gespann „Inspector/Reverend“ zunächst nicht weiterführen. Doch schnell merken sie, dass sie sich wider Erwarten – beruflich und privat – sehr wohl ergänzen und unterstützen können.

Auch die Freundschaft von Mrs. Chapman und Vikar Leonard Finch kommt gewaltig ins Schleudern, denn Leonards immer offensichtlicher werdende Beziehung zu Daniel Marlowe stellt Mrs. Chapmans Toleranz auf eine harte Probe, und sie verlässt empört das Pfarrhaus.

Gewohnt sozialkritisch

Die sechs neuen „Grantchester“-Episoden befassen sich mit den gesellschaftlichen Veränderungen Mitte der 50er-Jahre, die die unbeschwerteren „Swinging Sixties“ einläuten. Veränderungen, mit denen konservative Zeitgenossen wie Geordie Keating erhebliche Schwierigkeiten haben. Wie in den vorangegangenen Staffeln fließen Themen wie Rassismus, Homophobie, physische und psychische Gewalt gegen Schutzbefohlene oder sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz in die Geschichten ein.

Gefährlich ist es ja immer, wenn ein Hauptdarsteller eine Serie verlässt. Und so ist es für „Grantchester“ natürlich ein schwerer Schlag, dass James Norton hier seinen Talar an den Nagel hängt. Aber, beruhigend: der Einstand von Nachfolger Tom Brittney als neuer Hirte mit Humor ist dann doch ganz vielversprechend.

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