Zustra (foto: jan lindenau)

Zustra – The Twinkling Of An Eye

Samstag – das heißt, es ist wieder an der Zeit, unser Video der Woche zu küren. Diesmal hat uns Zustra mit ihrem wunderschönen Unterwasser-Animationsclip zu ihrer neuen Single „The Twinkling Of An Eye“ überzeugt. Den Track hat sie gemeinsam mit Danny Weber produziert.

Kommt eher selten vor, dass wir Menschen, die in dieser Kategorie auftauchen, Kollegen nennen können, aber in diesem Fall passt’s: Ariana Zustra ist nämlich Journalistin. Popjournalistin, um genau zu sein. Sie schrieb unter anderem schon für den „Spiegel“, den „Rolling Stone“ und den „Musikexpress“, war auch schon für „radioeins“ oder „Zeit Campus“ aktiv. Anders als so viele Kollegen ist die Gute aber keine reine Theoretikerin, sondern auch ganz praktisch in der Welt des Pop unterwegs: derzeit solo unter dem Namen Zustra. Den Stil der in Berlin lebenden gebürtigen Kroatin hat der Musikblog Poule d’Or mal so beschrieben: “Dark dream pop that develops into a full blown James Bond theme“ . Kann man durchaus so stehen lassen.

Inspiriert von einer polnischen Literaturnobelpreisträgerin

Mit „Twinkling Of An Eye“ hat Zustra nun also eine neue Single vorgelegt – und der Nummer auch einen sehenswerten Clip zur Seite gestellt. Sie sagt selbst über den Song: „In meinen Texten bin ich immer wieder animiert von Literatur. Im Fall von “The Twinkling Of An Eye” von der polnischen Lyrikerin und Literaturnobelpreisträgerin Wisława Szymborska. Der Refrain ist eine Referenz zu einer Zeile aus ihrem Gedicht “The Joy of Writing”. Darin schildert sie die Macht, die ein Schreibender hat, da er in der geschriebenen Welt über das Geschehene bestimmen kann. Angesichts der Ohnmacht, mit der der Mensch in der Realität konfrontiert ist, kann dies ein Trost sein. Dieses Gedicht bewegt mich, nicht nur als Songwriterin, sondern auch als Journalistin und Autorin. Ich würde mir wünschen, dass jeder Mensch seine Worte weise wählt – als Schreibende spüre ich diese Verantwortung und Pflicht ganz besonders.

Nicht zuletzt spricht mich das Gedicht an, weil es in meinen Augen ausdrückt, wie sehr auch die Realität nur das Ergebnis unserer Konstruktionen ist. Das Ergebnis der Worte, die wir uns selbst und anderen erzählen. Im Fall von “The Twinkling Of An Eye” kann dieses Bewusstsein, dass alles relativ ist und alles vergänglich ist, aber auch bittersüß sein. Wie die Nostalgie eines Sommers in meiner kroatischen Heimatstadt Dubrovnik.“

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