Zaz - Effet Miroir (foto: warner music)

Zaz – Effet Miroir

Heute ist mit “Effet Miroir” (auf Deutsch: “Spiegeleffekt”) das neue Album der französischen Sängerin Zaz erschienen. Die Grand Dame des zeitgenössischen, poppigen Chanson zeigt sich darauf wieder äußerst vielseitig.

Keine Frage: Zaz hatte in den vergangenen Jahren viel um die Ohren. Seit ihrem letzten Album „Paris“ (2014) hat die Gute drei Welttourneen hinter sich gebracht, wobei unter anderem auch eine Live-Platte entstand („Sur La Route“, 2015). Überdies produzierte das französische Energiebündel das Album „Gipsy Traffic“ ihres Gitarristen Guillaume Juhel und rief quasi nebenbei auch ein sozial engagiertes Festival in Crusssol, Ardèche (Südfrankreich) ins Leben. Kann man mal so machen.

Irgendwie fand Zaz dann aber auch noch die Zeit, an ihrem vierten Studioalbum zu basteln. Das liegt nun endlich vor: „Effet Miroir“, eine 15 Lieder umfassende Mixtur aus Chanson, Pop, Rock, Salsa und südamerikanischen Gitarren. Ein Musik gewordenes Dokument der Abenteuerlust. Die Platte ist deutlich beeinflusst von den Reisen, die Isabelle Geffroy in jüngster Zeit unternommen hat. Unter anderem nach Kuba, was man etwa deutlich aus der Nummer „Qué vendrá“ heraushört. Zaz singt ihn in Teilen auf Französisch und Spanisch. Ihren jüngsten Trip nach Lappland besingt sie in dem Track „Laponie“.

Zaz zeigt sich auf der Platte vielseitig. Da sind die optimistischen, die hoffnungsvollen Nummern. Wie das beschwingte „Toute Ma Vie“, das ein bisschen Motown-Geist atmet. Das poppige „Je Parle“. Da sind aber auch die melancholischen, die nachdenklichen Beiträge. Wie das schmerzerfüllte „Résigne Moi“, in dem Zaz ihre Trennung verarbeitet. Oft sind diese Balladen von Piano- und Streicher-Klängen getragen, wie beim Opener „Demain c’est toi“, bei dem Zaz ein noch ungeborenes Baby besingt. Auf Tracks wie „Me souvenirs de toi“ oder „Ma valse“ zollt sie hingegen dem Trennungsschmerz Tribut.

Punktabzug gibt es hier nur ob der Tatsache, dass Zaz auf der Platte fast nur als Interpretin auftritt. Nur ein Lied stammt aus ihrer Feder, der Rest wurde ihr von talentierten Songwritern zugearbeitet. Dass man es während ihres Vortrags nicht merkt, unterstreicht ihre besonderen Fähigkeiten als Performerin.

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Fazit: Gelungenes Comeback.

Anspieltipps: Résigne Moi, Qué vendrá, Toute Ma Vie, Me Souvenirs De Toi

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