Travis - The Boy With No Name (foto: craft recordings/universal music)

Travis – The Boy With No Name

Erscheinungsdatum
Mai 28, 2021
Label
Craft Recordings / Universal Music
Unsere Wertung
6.5
Anspieltipps
Closer
Selfish Jean
Under the Moonlight
Big Chair
6.5
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Und weiter geht’s: Travis haben nun auch ihr fünftes Studialbum „The Boy With No Name“ für einen Vinyl-Re-Release aufgemöbelt. Die ursprünglich 2007 veröffentlichte Platte ist von Craft Recordings neu aufgelegt worden. Und so werfen wir einen Blick zurück auf ein Album, mit dem Travis seinerzeit doch wieder die Kurve bekamen, nachdem sich die Kapelle für den Vorgänger „12 Memories“ viel Kritik gefallen lassen musste.

Wir schreiben das Jahr 2007. Bei den schottischen Rockern von Travis war zehn Jahre nach der Veröffentlichung des Debütalbums „Good Feeling“ doch so einiges im Umbruch. Die erste große Erfolgswelle hatte die Band bereits zu Ende geritten und auch die ersten großen Rückschläge (den schweren Unfall von Neil Primrose; die Depressionen von Fran Healy) überstanden. Die Schotten waren erwachsener, reifer, politischer – und auch ein Stück weit optimistischer als noch bei den Arbeiten zum düsteren Album „12 Memories“. Frontmann Fran Healy war inzwischen Vater geworden (der Titel „The Boy With No Name“ stammt von einem Spitznamen, den er seinem Sohn Clay kurzzeitig gegeben hat, weil es ihm lange schwer fiel, ihm einen Namen zu geben) und seine Songs drehten sich in diesen Zeiten vornehmlich um die Welt der Beziehungen.

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Insgesamt also waren die Songs der Band auf „The Boy With No Name“, Studioalbum Nummer fünf, wieder deutlich mehr lichtdurchflutet. Das Ganze wirkt recht unprätentiös und daher maximal charmant. Der große Hit fehlt hier zwar, dennoch aber flossen die Melodien hier ganz wunderbar, ja, scheinbar mühelos aus Healys Feder. Zumindest in der ersten, deutlich stärkeren Hälfte der recht eklektischen Platte.

Mixed Reviews für eine Platte, mit der Travis wieder in die Erfolgsspur fanden

Zu den Glanzlichtern des Albums, bei dem Nigel Godrich als Produzent wieder mit von der Partie war, gehört sicherlich die Single „Closer“ (mit Ben Stiller als Gast im dazugehörigen Video). Die Nummer über menschliche Nähe, ein recht typischer Travis-Track, brachte die Band zurück in die Top 10 der UK-Singles-Charts. Auch „Selfish Jean“ (eine Referenz an „The Selfish Gene“, ein Buch des Evolutionsbiologen Richard Dawkins), für dessen Intro sich die Schotten bei Iggy Pops „Lust For Life“ bedienen, bleibt haften. Ebenso wie „Under the Moonlight“, bei dem die wunderbare KT Tunstall Fran Healy unter die Arme greift. Verwunderlich, dass man die Nummer nicht als Single veröffentlichte.

Nein, nicht alle waren damals von dem Album begeistert – der „NME“ etwa schrieb einen fiesen Verriss -, insgesamt wechselten Travis mit „The Boy With No Name“ aber wieder auf die Erfolgsspur. Platz vier in den UK-Album-Charts, das konnte sich sehen lassen. Gerade in Zeiten, in denen Bands wie Coldplay mittlerweile den Ton angaben.

Übrigens: Die Vinyl-Wiederveröffentlichung enthält die Bonus-7″-Single ‚Sailing Away‘.

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