Dolly Parton (foto: Vijat Mohindra)

The List: Zum Tag der Arbeit – 10 Songs, die die Arbeiterklasse feiern

Der 1. Mai steht wie kein anderer Tag im Jahr für den Kampf für bessere Arbeitsbedingungen. Nicht nur hierzulande, sondern auch in vielen anderen Ländern der Welt haben sich immer wieder Künstler an die Seite der Arbeiter geschlagen. Passend zum Tag der Arbeit stellen wir euch zehn Songs vor, die die malochende Klasse feiern.

10. Dolly Parton – Working 9 to 5

„Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?“ Nein, das ist hier kein Call-to-Action, sondern der Name einer Filmkomödie aus dem Jahr 1980. Nach „Das Imperium schlägt zurück“ immerhin der zweiterfolgreichste Film dieses Kinojahres. Der Titelsong stammt von der im Film auch mitspielenden Country-Ikone Dolly Parton, die zwar in ihrem Leben nie einen 9-to-5-Job hatte, das Lebensgefühl der „normal“ arbeitenden Bevölkerung aber treffend einfing.

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09. John Lennon – Working Class Hero

1970 veröffentlichte John Lennon sein erstes Solo-Album nach Auflösung der Beatles. Auf „John Lennon/Plastic Ono Band“ fand sich auch dieses sozialkritische Stück wieder, in dem es durch die Ausbeutung der arbeitenden Schicht durch die Mittelklasse geht: „‚Til you’re so fucking crazy you can’t follow their rules.“

08. Tracy Chapman – Talkin‘ Bout A Revolution

Die zweite Single aus Tracy Chapman Debütalbum. Sie erschien im Jahr 1988, das tut aber nichts zur Sache. Denn der Track ist nicht nur musikalisch, sondern – leider – auch inhaltlich zeitlos. Ein Song über soziale Ungerechtigkeit und der Aufruf an alle Marginalisierten, sich zu erheben und diese Missstände durch eine Revolution zu beenden.

07. Billy Bragg – There Is Power In A Union

Der britische Singer-Songwriter Billy Bragg ist bekannt für seine politischen Lieder, in denen er sich aus linker Perspektive immer wieder die Arbeiterklasse behandelt. „There Is Power In A Union“ erschien 1986 auf dem Album „Talking With The Taxman About Poetry“ und basiert auf „The Battle Cry Of Freedom“ aus dem Jahr 1862, das von dem US-amerikanischen Komponisten George Frederick Root zu Zeiten des Civil Wars erschaffen wurde.

06. Adriano Celentano – Il Ragazzo Della Via Gluck

Eine der größten Hits des großen italienischen Volkshelden. Und das, obwohl der Track 1966 beim Publikum des renommierten Sanremo Festival zunächst krachend durchfiel. Wahrscheinlich waren die Themen auch einfach zu sperrig für das italienische Publikum der Zeit. Gesungen ist der Song aus Sicht eines italienischen Arbeiterjungen, der vor Mailand aufwächst, in einem Idyll, das es später, als er dorthin zurückkehrt, nicht mehr gibt. Ein Song über wirtschaftliche Expansion und ihre Folgen, über Umweltverschmutzung und Urbanisierung.

05. U2 – Red Hill Mining Town

U2 rückten auf diesem großartigen Song den großen Streik der National Union of Mineworkers in Großbritannien im Jahr 1984 in den Fokus. Die Bergarbeiter gingen damals wegen geplanter Minen-Schließungen auf die Straße. Dabei mussten sie aber eine schmerzhafte Niederlage einstecken. Eine Niederlage, die weitreichende Folgen haben sollte. Regierungschefin Margaret Thatcher, seit jeher gewerkschaftsfeindlich, schaffte es, den Einfluss der Gewerkschaften hernach weiter deutlich einzudämmen. Der U2-Track ist auf dem Album „The Joshua Tree“ (1987) zu finden.

04. Gladys Knight – On and On

Gladys Knight ist nicht nur eine der begnadetsten Sängerinnen aller Zeiten, sondern war auch die vielleicht wichtigste weibliche Stimme der schwarzen, amerikanischen Arbeiterklasse. „On and On“ ist eine Nummer, die sie 1974 mit ihrer Band Gladys Knight & the Pips aufgenommen hat und aus der Feder von Curtis Mayfield stammt. Sie war Teil des Soundtracks zum Film „Claudine“, ein künstlerischer Höhepunkt des schwarzen Kinos der Zeit. Der Streifen erzählt die Geschichte der sechsfachen Mutter Claudine, die auf Stützte angewiesen ist, und sich in den Müllmann Rupert verliebt.

03. The Beatles – A Hard Day’s Night

Auch Künstler schuften schwer. Nach anstrengenden Filmdreharbeiten im April 1964 kam Beatles-Drummer Ringo Starr der Satz „It’s been a hard day’s … night“ über die Lippen. Regisseur Richard Lester bekam’s mit – und benannte kurzerhand den Film entsprechend. Noch am gleichen Tag komponierte Bandkollege John Lennon das Lied dazu und schrieb den Text auf eine Glückwunschkarte, die heute im British Museum in London zu sehen ist. 

02. Gil Scott-Heron – The Revolution Will Not Be Televised

Gil Scott-Heron hat „The Revolution Will Not Be Televised“ 1970 für sein Album „Small Talk At 125th and Lenox“ aufgenommen. Das satirische, musikalisch vertonte Gedicht war eine Antwort auf das Spoken-Word-Stück „When The Revolution Comes“ von The Last Poets. Der Text richtet sich gegen unter anderem gegen Rassimus, Sexismus und die Konsumgesellschaft der Zeit und die Medien, die zu den genannten Problemen ihren Teil beitragen.

01. Bruce Springsteen – Youngstown

Youngstown/Ohio ist wohl das Symbol schlechthin für den schleichenden Niedergang der US-Arbeiterklasse. Die Stadt ist Teil des Rust Belts, ein Zentrum der Stahlindustrie. In den 1970er Jahren machten aber zunehmend Betriebe dicht, die Einwohnerzahl verringerte sich um sage und schreibe 60 Prozent. Bruce Springsteen setzte diesem Phänomen mit dem Song „Youngstown“ ein Denkmal, er nimmt in dem Lied die Perspektive eines arbeitslosen Stahlarbeiters ein.

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