Still Corners - The Last Exit (foto: wrecking light records)

Still Corners – The Last Exit

Erscheinungsdatum
Januar 22, 2021
Label
Wrecking Light Records
Unsere Wertung
8
Anspieltipps
The Last Exit
White Sands
Mystery Road
Shifting Dunes
8
Atmosphärisch.
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Einfach mal wegträumen: „The Last Exit“, das neue Album von Still Corners, macht’s möglich. Die überaus atmosphärisch dichte, fünfte Studio-LP der Kapelle, die irgendwo zwischen Dream-Pop und Indie-Rock mäandert, ist soeben via Wrecking Light Records erschienen. Eine musikalische Reise über schier endlose Highways.

Es ist ja schon ein bisschen verhext. Still Corners gibt es zwar schon seit dem Jahr 2007. Und dennoch fliegt die Band aus London, England immer noch unter dem Radar. Selbst unter Indie-Freunden sind die Briten bislang nicht mehr ein Geheimtipp. Und das, obwohl der Sound der Band schon so viele Film- und TV-Macher betört hat. So tauchten Songs von Tessa Murray und Greg Hughes bereits in mehreren Filmen, TV-Werbespots oder auch Serien wie „Gossip Girl“ auf.

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Schimmernder Wüsten-Noir-Sound

Zwei Jahre nach ihrem bis dato letzten Album „Slow Air“ legt das Duo, das mittlerweile nach New York rüber gemacht hat, nun also mal wieder ein neues Album vor. Durch „The Last Exit“ weht dabei dieser schimmernde Wüsten-Noir-Sound, für den Murray und Hughes bekannt geworden sind. Darauf zu hören: elf wunderbare Songs mit organischer Instrumentierung, sauber getönter Gitarre, geräumigen Trommeln und rauchig-ätherischem Gesang. Zu den Glanzlichtern des Albums, das auch ein paar reine Instrumentals zu bieten hat, gehört natürlich der Titeltrack „The Last Exit“. Die Nummer ist dabei auch der Abschluss einer Road-Trilogie, die mit „The Trip“ (2013) begann und mit „The Message“ (2018) fortgeführt wurde. Das ansehnliche Video zu „The Last Exit“, das durch den Film „Picnic at Hanging Rock“ von 1975 inspiriert wurde, zeigt Tessa, wie sie in die geheimnisvollen Felsen von Joshua Tree hineingezogen wird.

Bedürfnis nach Freiheit und grenzenloser Weite

„The Last Exit“ ist aber nicht der einzige Song, der haften bleibt. Auch „White Sands“, „Mystery Road“ und „Shifting Dunes“, die alle an die Weite der Wüste und den rollenden, unbekümmerten Himmel erinnern, bleiben im Ohr. Sie zaubern eine Welt, in der es keine Beschränkungen und keinen 15-Kilometer-Bewegungsradius gibt. Überhaupt fühlt sich die ganze Platte an wie ein hypnotischer Desert-Road-Trip an, bei dem es vorbei an verfallenen Städten und mystischen Figuren und Formen geht. Ein Album, das einen verzaubert – und durchaus Soundtrack-Potenzial hätte. Tessa dazu: „In a world where everyone thinks all the corners of the map are filled in we like to suggest there’s something beyond that, something eternal in the landscape and in our psyche. Maybe you don’t see it every day but it’s there and that’s what we are trying to connect to.“

Natürlich ist die Platte, in der sich dieses unbedingte Bedürfnis nach Freiheit spiegelt, auch ein Produkt der Corona-Pandemie. Tessa erklärt: „There’s always something at the end of the road and for us it was this album. Our plans were put on hold – an album set for release, tours, video shoots, travel. We’d been touring nonstop for years, but we were forced to pause everything. We thought the album was finished but with the crisis found new inspiration and started writing again.“ In diesem Kontext entstanden Songs wie „Crying“, „Static“ oder „Till We Meet Again“, die über die Auswirkungen der Isolation und den Wunsch nach sozialen Kontakten und Intimität reflektieren. Immerhin: So hat Corona dann doch noch einige wenige Lichtblicke zu bieten.

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