Seinabo Sey (foto: Faramarz Gosheh)

Seinabo Sey – Blessed

Die schwedisch-gambische Künstlerin Seinabo Sey hat dieser Tage die neue Single „Blessed“ veröffentlicht: Das Video dazu: unser Clip der Woche. „Blessed“ und der B-Side Track „Black Star“. bieten einen Vorgeschmack auf Seys neues Album, das im Herbst erscheinen wird. 

Die stolze Besitzerin von vier schwedischen Grammys Seinabo Sey kehrt mit neuer Musik zurück – und zwar als eine Künstlerin, die zu sich selbst und zu dem, was sie damals zur Musik hingezogen hat, zurückfindet: dem R&B ihrer Teenagerjahre, der Reggae-Musik, die morgens in Gambia gespielt wurde, und der Freiheit, nach ihren eigenen Vorstellungen und Regeln zu kreieren.

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„Ich habe es Liebe und Therapie zu verdanken, dass ich mich freier fühle, Dinge zu erfahren und zu erforschen. Sowohl als Mensch als auch als Künstler. Ich habe viel durchgemacht und neu entdeckt, was Musik für mich bedeutet“, sagt Seinabo Sey. Diese Veränderung ist in den neuen Songs spürbar, die Seinabo als die größte musikalische Veränderung in ihrer Karriere bezeichnet. Sie hat mit neuen Songwritern zusammengearbeitet, um einen Sound zu schaffen, der mehr an die tanzbare R&B- und Hip-Hop-Musik erinnert, die sie selbst hört. 

Während des Songwriting-Prozesses arbeitete sie mit ihrem besten Freund Isak Alveruszusammen, der bereits für Agnes, Avicii und Oskar Linnros geschrieben hat. Auch der Künstler und Songwriter Hannes und der Produzent Marcus White waren mit an Bord. „Ich wurde immer gedrängt, meine eigenen Texte zu schreiben. Was großartig war. Aber gleichzeitig wollte ich mich immer von außen inspirieren lassen. Diesmal hatte ich mit der Inspiration zu kämpfen. Bei den anderen Alben hatte ich das Gefühl, einen großen Erfahrungsschatz zu haben und nach Belieben auswählen zu können. Aber in letzter Zeit war in meinem Leben nicht viel passiert, worüber ich schreiben könnte.“

Tournee mit Lauryn Hill

Doch diese neuen Erfahrungen kamen während der Arbeit an ihrer neuen Musik. Sie hatte ihre erste langfristige Beziehung, ihre erste schwierige Trennung und erreichte auf der Tournee mit ihrem Kindheitsidol Lauryn Hill gleich zu Beginn der Pandemie einen wichtigen Wendepunkt. „Wenn ich in Not bin, sind es schwarze Frauen, die mich retten und mich daran erinnern, wer ich sein möchte. Lauryn hat genau das getan. Dass mich diejenige, die mich musikalisch so geprägt hat, für gut hält, hat mich wieder in die richtige Richtung gelenkt. Das zu tun, worauf ich Lust habe“, sagt Sey.

Als die Welt sich während der Pandemie isolierte, wurde das Musikstudio zu einem sicheren Ort, an dem Seinabo ohne Druck Musik machen konnte. Sey: „Ich habe in den letzten Jahren so viel über mich selbst gelernt. Ich bin stärker, ich kümmere mich weniger darum, was andere denken und will einfach nur das Leben erleben. Ich denke, man kann es in der Musik hören. Die Melodien sind etwas freier – und ich wage es, mit ihnen genauso zu spielen wie mit den Worten. Ich denke, das liegt daran, dass ich heute freundlicher zu mir selbst bin.“

Dankbar sein für die kleinen Dinge

Dieses Gefühl findet sich auch in den Texten wieder. Die erste neue Single „Blessed“ wurde von Isak Alverus geschrieben und von Carli Löf und Simon On The Moon sparsam und tanzbar produziert. Es geht darum, dankbar zu sein für die kleinen Dinge: „Das Lied ist ein bisschen wie ‚Younger’s‘ große Schwester, es hat das gleiche Gefühl, aber mit einem anderen Sound. Ich mag die Botschaft, dass es ausreicht, morgens aufzuwachen, aufzustehen und gut genug zu sein, geliebt zu werden. Du solltest nicht die ganze Zeit performen müssen.“

Der B-Side Track „Black Star“, geschrieben von Seinabo selbst, ist inspiriert von einem ihrer Lieblingskünstler, dem Rapper Mos Def: „Als ich den Beat hörte, dachte ich an ihn und fing an zu freestylen. Ich wollte wie er klingen – oder ihm zumindest so nahe kommen, wie ich konnte. Ich habe Musik machen gelernt, indem ich viele andere Sounds nachgeahmt habe, und Hip-Hop ist das, was ich in meinem Leben am meisten gehört habe.“

Videos in Gambia gedreht

In den Musikvideos zu ihren neuen Songs, die alle in Gambia gedreht wurden, spielt Seinabo verschiedene Charaktere. Sie wollte das alltägliche Leben in ihrer zweiten Heimat darstellen: „Ich stellte mir vor, wie mein Leben gewesen wäre, wenn ich in Gambia gelebt hätte. Vielleicht würde ich tagsüber als Kellnerin arbeiten und nachts singen. Vielleicht würde ich als Taxifahrerin arbeiten. Ich wollte etwas präsentieren, das sich wie Szenen aus einem Leben anfühlt.“

Das neue Album ist für Herbst geplant.

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