Roy Orbison With The Royal Philharmonic Orchestra – Unchained Melodies

Roy Orbison - Unchained Melodies (foto: sony music)

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Elvis hielt ihn für einen der größten Sänger aller Zeiten: Roy Orbison. Der 1988 verstorbene Barde mit der markanten Sonnebrille schenkte der Welt unter anderem Hits wie “Pretty Woman”. Nun hat sich das Royal Philharmonic Orchestra mal wieder einigen großen Songs des irgendwie immer unterschätzten Amerikaners angenommen. “Unchained Melodies” ist soeben – unter anderem als Doppel-LP – erschienen.

Auf dem Album werden wieder einige von Orbisons Darbietungen unterlegt mit Musik des Royal Philharmonic Orchestras. Wer mit solchen posthumen Spielereien ein Problem hat, wird auch hier natürlich nicht glücklich. Große Innovationen sind auch nicht zu erwarten, der eine oder andere wird sich auch am Mix des einen oder anderen Songs stören – geschenkt.

Insgesamt ist “Unchained Melodies” nämlich doch eine runde Sache. Wie schon der Vorgänger „A Love So Beautiful“ wurde das Projekt von Don Reedman und Nick Patrick produziert. Bei einigen Titeln spielen Roys Söhne mit: Wesley (Gitarre), Roy Jr. (Gitarre) und Alex (Schlagzeug). Dabei werden sie dann und wann durch den Background-Gesang der „Orbison Women“ begleitet: Wesleys Tochter Emily Orbison (ihr Ehemann Cameron produzierte die Session), Wesleys Verlobte Jennifer Hicks, Roy Juniors Ehefrau Åsa Orbison und Alex‘ Ehefrau Erika Wolf Orbison. So wurde „Unchained Melodies“ zu einer echten, Generationen übergreifenden „Familienangelegenheit“.

War das Repertoire von „A Love So Beautiful“ noch auf die Hits konzentriert, wurden für „Unchained Melodies“ diejenigen Songs gewählt, die sich besonders für Orchesterarrangements eignen. Darunter sind auch sechs Lieder, die Fans in einer Umfrage zu ihren Favoriten wählten: “Walk On“, “Leah“, “Crawling Back“, “Blue Bayou“, “Danny Boy” und “California Blue”. Das Material umfasst den Zeitraum von 1963 bis zu Roys letzten Aufnahmesessions 1988.

Zuletzt wurde der CD/Digitalversion von „Unchained Melodies“ noch eine alternative Version von „Heartbreak Radio“ hinzugefügt: Eine virtuelle Zusammenarbeit zwischen Roy und der Country-Sensation Cam. Die Singer/Songwriterin aus Kalifornien schaffte den Durchbruch mit ihrem internationalen Hit „Burning House“, ihre erste Platin-Scheibe und Nummer-Eins-Country-Single, die auch als beste Country Solo Performance für einen Grammy Award nominiert wurde. 2015 veröffentlichte sie auf einem Major Label ihr Debütalbum „Untamed“. Das Ding erreichte sofort Platz zwei der Bilboard’s Country Charts. Dazu Cam: “Mein Vater sang die Songs von Roy Orbison seit meiner Kindheit. Die Melodien haben sich mir so sehr eingeprägt, dass wenn ich heute vor mich hinsumme, es meistens Stücke von Orbison sind – wie zum Beispiel `Only The Lonely´. Mit ihm zusammen auf `Heartbreak Radio´ singen zu dürfen, ist für mich bis jetzt noch unfassbar.

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Fazit: Gelungene Spielerei.

Anspieltipps: Heartbreak Radio, The Great Pretender, Unchained Melody, Walk On

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