Róisín Murphy -Róisín Machine (foto: skint/bmg)

Róisín Murphy – Róisín Machine

Erscheinungsdatum
Oktober 2, 2020
Label
Skint Records
Unsere Wertung
7.5
Anspieltipps
Kingdom Of Ends
Something More
Shellfish Mademoiselle
7.5
Explosiv.
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Róisín Murphy meldet sich zurück. Auf „Róisín Machine“, ihrem ersten Full-Length-Album seit „Hairless Toys“ (2015) und „Take Her Up To Monto“ (2016), entdeckt die Gute den Disco-Sound und die 70er Jahre für sich.

Nein, subtil ist es nicht gerade, das Cover zu „Róisín Machine“, Murphys neuem Longplayer. Es geht musikalisch zurück in die 1970er, da macht die irische Singer-Songwriterin keine Gefangenen. Die Moloko-Sängerin geht hier all in. Das Motto ist aber mehr als nur Staffage. Murphy zeigt hier, was sie drauf hat, wie breit gefächert sie aufgestellt ist. Angefangen beim ansteckenden Disco-Funk von „Incapable“, über das New-Disco-beeinflusste „Narcissus“ bis hin zu dem 70er-Jahre-inspirierten Ohrwurm „Murphy’s Law“. Zu diesen Stücken gesellen sich dann auch noch das roboterhaft-funkige „We Got Together“ und das großartige „Shellfish Mademoiselle“.

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„Róisín Machine“ ist das Resultat einer jahrzehntelangen Zusammenarbeit zwischen der mittlerweile 47-jährigen Murphy und einem ihrer engsten Vertrauten, Crooked Man aka DJ Parrot. Obwohl das Album jede Menge stimmiger Singles beinhaltet, ist das Ding als nahtlose Hörerfahrung konzipiert. Immer baut Murphy dabei gekonnt Spannung auf, ehe sie den Hörer erlöst und vom Haken lässt. Besonders stark: das mit rund sechs Minuten vertrackte und fast schon epische „Kingdom Of Ends“, eine Verneigung vor dem mittlerweile verstorbenen, britischen Autor Marc Fisher. Und auch die vorab veröffentlichte Single „Something More“ bleibt im Ohr. Murphy zeigt sich hier von ihrer melancholischen, gefühlvollen Seite, überzeugt dabei vor allem stimmlich.

Keine Frage: Róisín Murphy hat trotz Corona Lust auf Party – und lädt uns dankenswerterweise dazu ein. Ein Album, zu dem man auch gern allein in der leeren Großraum-Disco tanzen möchte. Ein Album, das in dieser tristen Zeit etwas den Schleier der Melancholie anhebt und den Blick auf eine lebenswertere, coronafreie Zukunft gewährt. Auf ein (hoffentlich) besseres Morgen.

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