Atlas Clouds (foto: michel gilgen)

My Soundtrack: Atlas Clouds

Melancholisch – so kann man „How She Turned The Sky To Grey“, die neue Single von Atlas Clouds, vielleicht am besten beschreiben. Und das passt ja auch ganz gut zu den Zeiten, in denen wir gerade leben. Hinter Atlas Clouds steckt der Schweizer Christoph Meier. Wir haben den Mann nun für unsere My-Soundtrack-Reihe befragt. Dabei hat er uns auch verraten, warum er für eine lange Zeit einen Bogen um Nick Cave machen musste.

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Têtes Raides – Emma                     

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Eine lange Zeit hat mich die World Music sehr fasziniert. Ich habe in dieser Zeit Akkordeon und Flamencogitarre gespielt. Als Sänger und Kontrabassist der Band Dirty Black Fish habe ich meine ersten Konzerterfahrungen gemacht. Tetes Raides war in dieser Zeit meine Lieblingsband. Es ist unglaublich, wie die Stücke arrangiert und instrumentiert sind. Ganz besonders haben mich auch die Texte von Christian Olivier angesprochen. An einem Wochenende fuhr ich spontan nach Paris (Rambouillet), wo die Band in einem ganz kleinen Lokal gespielt hat. Natürlich war das Konzert ausverkauft, und ich hatte kein Ticket. Irgendwie bin ich dann aber trotzdem reingekommen, da die Veranstalter nicht richtig glauben konnten, dass ich nur wegen diesem Konzert so weit gefahren bin.

Tricky – Christiansands

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Meine jetzige Musik als Atlas Clouds würde nicht so klingen, wenn es Tricky nicht geben würde. Dieser Musiker hat mich unbestritten am meisten beeinflusst. Bei all meinen Ausflügen in andere Musikstile habe ich immer Tricky gehört. Wegen ihm habe ich angefangen, elektronische Musik zu machen. Dieser Sound hat mich vom ersten Moment an extrem fasziniert. Tricky gab im letzten Jahr seine Autobiographie heraus, und es lohnt sich sehr diese zu lesen. Er schreibt darin auch sehr ausführlich über die sagenumwobene Bristol-Community. Er kann kein Instrument spielen und keine Noten lesen, aber er hat ein unglaublich gutes Gespür für Sounds und Stimmungen. Ich glaube, ich habe keinen anderen Song so oft gehört wie „Christiansands“ aus dem Album „Pre Millenium Tension“.

Tom Waits – November

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Tom Waits hat mich genauso beeinflusst wie Tricky. Mir gefällt die Intensität seiner Musik. Ich finde das bei fast keinem anderen Musiker. Ich beurteile heute noch alle meine eigenen Songs nach dem Grad der Intensität. Tom Waits war mein Begleiter als ich mich auf die Suche nach meinem eigenen Musikstil machte. Ich habe mit der Musik von Tom Waits gelernt Klavier zu spielen. Bis heute hatte ich nie Klavierunterricht gehabt. Damals habe ich einfach mit einem Songbook versucht, seine Lieder auf dem Klavier nachzuspielen. Der Song „November“ aus dem Theaterstück „The Black Rider“ passt da ganz besonders gut dazu.

James Blake – My Willing Heart

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Während Jahren habe ich an sehr vielen Songs gearbeitet, diese aber nie ganz fertiggemacht. Ich war mir auch nie ganz sicher, ob ich selber singen will oder mit einem Sänger zusammenarbeiten möchte. In dieser Zeit wollte ich mich musikalisch neu orientieren. Ich war auf der Suche nach meinem ganz persönlichen Sound. Plötzlich stieß ich auf James Blake. Er hat mich sehr inspiriert. Es geht dabei aber gar nicht nur um seinen Musikstil, sondern um die Art und Weise, wie er die akustischen Instrumente, in seinem Fall das Piano, mit der elektronischen Musik auf scheinbar ganz einfache Art und Weise verbindet.  Ich verdanke James Blake, dass ich nicht weiter im Verborgenen unveröffentlichte halbfertige Songs schreibe.

Nick Cave – Push The Sky Away

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Mit Nick Cave verbindet mich eine eher tragische Geschichte. Vor mehr als zwanzig Jahren habe ich meinen damals besten Freund zum Nachtessen eingeladen. Ich hatte kurz vorher das neue Album „Murder Ballads“ von Nick Cave gekauft und wir haben den ganzen Abend das Album gehört. Aus einem unerklärlichen Grund haben wir den letzten Song „Death Is Not The End“ immer wieder gehört. Am nächsten Tag ist mein Freund bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen. Danach habe ich mir keinen Song von Nick Cave mehr angehört. Bei der Arbeit zum ersten Atlas Clouds Album „Close My Eyes“ wurde mir oft von verschiedenen Seiten her gesagt, meine Stimme klänge sehr ähnlich, wie die Stimme von Nick Cave. Vielleicht war das ein versteckter Hinweis, und ich habe wieder angefangen, die Lieder von Nick Cave zu hören. Ich bin sonst nicht abergläubisch. Aber „Death Is Not The End“ habe ich bis jetzt nie wieder gehört.

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