Steven Tyler (foto: big machine)

The List: 10 Songs von Aerosmith, die man kennen sollte

Happy Birthday, Steven Tyler! Der Frontmann der US-Rocker von Aerosmith wird heute 73 Jahre alt. Wir feiern den Unkaputtbaren mit einer „The List“-Episode, die sich mit zehn Songs beschäftigt, die man von Aerosmith kennen sollte. Dabei geht es um Lieder, die heute gar nicht mehr gehen. Die Aerosmith-Version von Yoko Ono. Liebe im Fahrstuhl und einen unwahrscheinlichen Hit, der sich mit Kindesmissbrauch, Inzest und Gun Violence beschäftigt.

10. Dude (Looks Like A Lady)

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Würde ein solcher Song heute noch funktionieren? Eher nicht. Wahrscheinlich ist eher, dass der 1987 auf „Permanent Vacation“ erschienene Track einen Shitstorm provozieren würden. Was heißt, „gut möglich“? Hat er! Caitlyn Jenner hat ihn mal als ihren Theme-Song des Jahres 2017 bezeichnet und dafür verbale Haue in den sozialen Medien bekommen. Der eine oder andere witterte in den Lyrics Transphobie, liegt damit auch sicherlich nicht ganz falsch. „“Woke“ ist das Ganze sicherlich nicht. Daher ist „Dude (Looks Like A Lady)“ weniger Empfehlung als vielmehr ein Song, den man kennen muss, um mitreden zu können – und an dem man schön ablesen kann, wie sehr sich das Musikgeschäft in den vergangenen 40 Jahren gewandelt hat. Schön ist es aber, wenn Jenner Kraft aus einem solchen Lied ziehen kann, es umdeutet und zu ihrer persönlichen Hymne macht. Inspiriert wurde das Lied übrigens von einer Bar-Begegnung Tylers mit Mötley-Crüe-Sänger Vince Neil. Tyler hielt den langhaarigen, blonden Sängerkollegen zunächst für eine Frau.

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09. Sweet Emotion

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Es ist fast ein ungeschriebenes Gesetz: Vielen Rock-Bands, in denen es Probleme gibt, wird eine Yoko Ono angedichtet. Im Falle von Aerosmith war das Joe Perrys erste Frau. Viele Fans glauben, dass sich die Lyrics von „Sweet Emotion“ auf die einstige Herzensdame von Perry beziehen. Steven Tyler hat das zumindest zum Teil später bestätigt. In Wahrheit aber hatten mehrere Ehefrauen von Bandmitgliedern Probleme miteinander, was fast zum Split der Kapelle geführt hätte. „Sweet Emotion“ erschien 1975 auf „Toys in the Attic“ und war der Auftakt einer ganzen Reihe von Mainstream-Hits für die Gruppe.

08. Love in an Elevator

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Ein Song, der auf wahren Begebenheiten beruht. Genauer: auf einem Erlebnis von Aerosmith-Frontmann Steven Tyler. Der hatte in seinen wilden Zeiten einmal Besuch von mehreren Damen in einer hot tub, und irgendwann entschloss sich die Party-Gesellschaft, die Sause in Tylers Zimmer zu verlegen. Und so kam es, dass man sich gemeinsam, nur mit Handtüchern und Bademänteln bekleidet, in einem Hotel-Aufzug wiederfand. Dicht an dicht. Eine der Damen soll aus einer Sektlaune heraus alle Knöpfe des Lifts gedrückt haben. Und als der gerade die Lobby erreichte, zog eine andere der Frauen blank. Sehr zur Verwunderung der Hotel-Gäste. Erschienen ist der von Joe Perry und Tyler geschriebene Titel auf dem 1989er Album „Pump“.

07. What It Takes

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Ende der 1980er Jahre hatten sich Aerosmith nach einem ziemlich versumpften Jahrzehnt so weit wieder berappelt. Die Alben „Permanent Vacation“ (1987) und „Pump“ (1989) brachten die Gruppe wieder in die Erfolgsspur zurück. „Pump“ hatte gleich mehrere heiße Singles zu bieten, darunter auch diese Power-Ballade. Die schaffte es sozusagen als Konzessionsentscheidung auf die Platte. „Ich packe ein paar Balladen aufs Album, wenn es das ist, was es braucht, dass junge Menschen dafür auch Songs wie ‚Young Lust‘ oder ‚F.I.N.E.‘ zu hören bekommen“, soll Tyler über den Song gesagt haben. Desmond Child, der zu jener Zeit auch für Bon Jovi schrieb, hatte hier seine Finger im Spiel.

06. Crazy

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Die letzte Auskopplung aus dem überaus erfolgreichen 1993er Album „Get A Grip“ kam mit einem ikonischen Musikvideo daher. Starring: Liv Tyler, ihres Zeichens Tochter von Aerosmith-Frontmann Steven Tyler, und Jung-Schauspielerin Alicia Silverstone, die kurz darauf mit dem Kinofilm „Clueless“ zu Ruhm und Ehre kommen sollte. Aerosmith bekamen für „Crazy“ einen Grammy.

05. Janie’s Got A Gun

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Kindesmissbrauch, Inzest, Gun Violence – nein, das sind nicht unbedingt die klassischen Zutaten für einen Chart-Hit. Neun Monate lang hatte Steven Tyler an den Lyrics der Nummer gearbeitet. Inspiriert wurde er durch einen Artikel in der „Newsweek“, in dem es um Opfer von Waffengewalt ging. Am Ende musste der Text, um kommerziell verwertbar zu sein, doch leicht abgewandelt werden. Aus „He raped a little bitty baby“ wurde beispielsweise „He jacked a little bitty baby“. Live kehrt Tyler gerne zum Originaltext des 1989 auf „Pump“ veröffentlichten Songs zurück.

04. I Don’t Want To Miss A Thing

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Kaum zu glauben, aber: Aerosmith waren schon 28 Jahre im Geschäft, ehe ihnen 1998 mit „I Don’t Want To Miss A Thing“ ihr erster Nummer-eins-Hit gelang. Dabei standen die Arbeiten am Album „Nine Lives“, aus dem der Track ausgekoppelt wurde, unter keinem guten Stern. Die Band hatte gerade Manager Tim Collins gefeuert, der sie beinahe zum Break-Up getrieben hatte, wie die Jungs hernach zu Protokoll gaben. Der Track selbst stammt aus der Feder von Diane Warren, die beim Schreiben eigentlich eine Künstlerin wie Celine Dion im Sinn hatte. Am Ende landete die Ballade bei Aerosmith, die mit ihr ein vollkommen neues Publikum erschloss. Sie landete auch auf dem Soundtrack des Katastrophenfilms „Armageddon“ (1998), in dem neben Bruce Willis und Ben Affleck auch Tyler-Tochter Liv mitspielte.

03. Walk This Way

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So ehrlich muss man sein: Der Großteil der 1980er Jahre war für Aerosmith eigentlich zum Vergessen. Die Jungs galten als Has-Beens. Das eine oder andere Bandmitglied hatte mit Drogenproblemen zu kämpfen. Erst das Run-DMC-Cover von „Walk This Way“ (für das 1986er Album „Raising Hell“), ein Meilenstein für die Verbindung zwischen Rap- und Rock-Musik, weckte auch wieder das Interesse an den alten Rock-Herren, die auch einen Auftritt im Run-DMC-Video hatten. Ursprünglich erschien „Walk This Way“ auf dem Aerosmith-Album „Toys in the Attic“ (1975) und war für die Band schon damals hilfreich, den Mainstream zu erobern.

02. Cryin‘

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In den 1990er Jahren waren Aerosmith auch für ihre ikonischen Musikvideos bekannt. Die Revitalisierung der Gruppe in diesem Jahrzehnt hatte auch viel mit MTV und Konsorten zu tun. Herausragend: der Clip zur Power-Ballade „Cryin'“, in dem die damals 16-jährige Alicia Silverstone einen Auftritt hat (sie war später auch in den Clips zu „Amazing“ und „Crazy“ zu sehen). Der Song selbst, eine Power-Ballade, erschien 1993 auf „Get A Grip“.

01. Dream On

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Der Song, mit dem alles begann. Der erste große Aerosmith-Hit, ausgekoppelt aus dem selbstbetitelten Debütalbum (1973). Tyler begann im Alter von 17, 18 Jahren an der Nummer zu basteln, insgesamt beschäftigte sie ihn rund sechs Jahre lang. Teile davon hatte er aber schon als Dreijähriger im Kopf, wie er sagt. Als Steppke lag er immer unter dem Flügel und träumte vor sich hin, wenn sein Vater, ein ausgebildeter Musiker, zu Hause musizierte. Dabei seien Klein-Steven die Harmonien für „Dream On“ eingefallen. Bis heute ist der Song einer der beliebtesten im Live-Set der Band.

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