Morcheeba - Blackest Blue (foto: Karten Music Group)

Morcheeba – Blackest Blue

Erscheinungsdatum
Mai 14, 2021
Label
Karten Music Group
Unsere Wertung
8
Anspieltipps
Oh Oh Yeah
Say It's Over
Sounds of Blue
Falling Skies
The Edge of the World
8
Wunderbar.
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Morcheeba sind für ihren chilligen, elektronisch-organischen Sound bekannt. Dass sie nichts verlernt haben, beweisen die britischen Trip-Hop-Pioniere mit ihrem nunmehr zehnten Album „Blackest Blue“. Es ist eigentlich die perfekte Pandemie-Platte.

Morcheeba haben in ihrer langen Bandhistorie schon viel erlebt. 1995 gegründet, erlebte das Trio – damals aus den Godfrey-Brüdern Ross und Paul sowie Sängerin Skye Edwards bestehend – um die Jahrtausendwende ihre erfolgreichste Zeit. Zumindest, wenn man Erfolg an Mainstream-Chart-Success misst. 2003 überwarfen sich die Godfreys dann aber mit Skye und schmissen die Gute aus der Band, machten ein paar Jahre mit wechselnden Sängerinnen weiter, ehe Edwards dann 2009 überraschend zurückkehrte. Alle zwei, drei Jahre erscheint seither ein neues Album. Das sind nun keine Mainstream-Chartstürmer, klar, darauf sind sie auch nicht ausgelegt. Aber: Es sind Platten auf hohem Niveau, zu denen sich immer noch wunderbar chillen lässt. Schon bemerkenswert, zumal aus dem Trio wieder ein Duo wurde. Paul ging im Streit.

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Eine Pandemie ist nun aber auch für Morcheeba neu. Normalerweise sind die Briten sehr fleißig am Touren, 2020 war das aus Gründen natürlich nicht möglich. Godfrey und Edwards nutzten die Zwangspause, um an einem neuen Album zu arbeiten. Ganz ohne Zeitdruck, eine ganz neue Erfahrung für die beiden. Das Ergebnis: „Blackest Blue“, das nunmehr zehnte Studioalbum. Und selten war der Signature-Sound der Band – ein Mix aus Downbeat, Chill, Electro-Pop und Soul, garniert mit dem honigsüßen Gesang von Skye Edwards – passender. Es ist ein Album, zu dem man wunderbar gedanklich abschalten kann. Eine Platte, die einen nach einem zermürbenden Pandemie-Tag erdet.

„Blackest Blue“ bietet viele Perlen

Zu den stärksten Nummern gehört sicherlich die Single „Oh Oh Yeah„, ein Song über das Stoned-werden. Eines der Paradethemen der Kapelle. Und mit mehr als sechs Minuten ist der Track auch ein Ausrufezeichen. Die Band schert sich nicht mehr um Radiotauglichkeit, wenns sie Songs erschafft. Auch „Sounds of Blue“ bleibt hängen, ein typischer Morcheeba-Song. Im dazugehörigen Video verarbeitet Sängerin Skye Edwards eine Freitauch-Erfahrung in Thailand und ihre neugefundene Liebe zum Ozean. Das eingängige „Falling Skies“ ist hier mit Sicherheit ebenfalls zu nennen. Oder das wunderbare Duett „Say It’s Over“ mit Brad Barr (The Barr Brothers). Und auch der Closer „The Edge Of The World“, ein Feature mit Duke Garwood (bekannt durch seine Arbeit mit Mark Lanegan) ist ein echtes Glanzlicht.

Keine Frage: Abwechslung ist auf „Blackest Blue“ auf jeden Fall geboten. Morcheeba können über die zehn Songs hinweg die Spannung und den Hörer bei der Stange halten. Und der kann wenigstens für eine Dreiviertelstunde den ganzen Corona-Kram mal gepflegt hinter sich lassen.

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