Miles Davis - Birth Of The Cool Soundtrack (foto: Columbia Records/Legacy Recordings)

Miles Davis – Music From and Inspired by ‚Miles Davis: Birth of the Cool‘ – a Film by Stanley Nelson

Erscheinungsdatum
Februar 21, 2020
Label
Columbia Records/Legacy Recordings
Unsere Wertung
8.5
Anspieltipps
Hail To The Real Chief
Moon Dreams
Miles Runs The Voodoo Down
8.5
Gelungene Werkschau.
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Music From and Inspired by ‚Miles Davis: Birth of the Cool‘ – a Film by Stanley Nelson“ – hinter diesem etwas umständlichen, sperrigen Titel verbirgt sich der Soundtrack zu einer neuen Miles-Davis-Doku. Der Film von Stanley Nelson feiert am 25. Februar im US-TV Premiere.

Die von der Kritik gefeierte Doku ist Teil der Biografie-Serie „American Masters“. Sie erhielt kürzlich eine Grammy-Nominierung in der Sparte „Bester Musikfilm“. Emmy-Gewinner Stanley Nelson fungierte dabei als Produzent und Regisseur. Die Dokumentation wird in den USA bei PBS zu sehen sein. Hierzulande wird sie aktuell noch in vielen Programmkinos gezeigt.

Die Titelauswahl des Soundtracks, die von Stanley Nelson zusammengestellt wurde, wird für Jazz-Kenner genauso interessant sein wie für Hörer, die sich bislang noch nicht mit dem Genre auseinandergesetzt haben. Denn die Aufnahmen, die hier versammelt sind, decken Label-übergreifend die komplette Karriere des unvergleichlichen Trompeters ab. Angefangen bei „Donna Lee“ (mit dem legendären Saxofonisten Charlie Parker; der Titel erschien 1947 bei Savoy) über „Moon Dreams“ aus den wegweisenden 1949er Capitol-Sessions, die schließlich auf „Birth Of The Cool“ veröffentlicht wurden bis hin zu den bahnbrechenden Stücken, die Miles 1950 für Columbia einspielte und mit denen er den Jazz und die populäre Musik revolutionierte. Darunter die Titel „Generique“, Miles’ improvisierter Soundtrack zu Louis Malles “Fahrstuhl zum Schafott”, Songs aus dem Album „Miles Ahead“ und natürlich aus „Kind Of Blue“, dem meistkauften Jazz-Album aller Zeiten. 

Compilation umspannt die ganze Karriere des Ausnahme-Trompeters

Die neue Veröffentlichung legt mit Songs aus „Sketches Of Spain“ und „Someday My Prince Will Come“ auch einen Schwerpunkt auf Miles Davis’ Entwicklung in den 1960er Jahren. Jene Zeit also, als er mit seiner Erfindung des Electric Jazz/Fusion-Stils die Welt der Jazzmusik auf den Kopf stellte. Beispielhaft hierfür steht der Single-Edit von „Miles Runs The Voodoo Down“ aus „Bitches Brew“.

Auch das triumphale Comeback des Trompeters Mitte der 1980er wird mit dem Track “Tutu” (1986) berücksichtigt. Außerdem beinhaltet das Album auch einen neuen Titel – „Hail To The Real Chief“. Hier hört man eine unveröffentlichte Studioaufnahme von Miles Davis, kombiniert mit einer Komposition von Lenny White, produziert von White und Vince Wilburn Jr.. „Hail To The Real Chief“ wurde von einer All-Star-Formation aus ehemaligen Bandkollegen und Weggefährten des Superstars eingespielt. Darunter finden sich (neben White und Wilburn) Marcus Miller, Emilio Modeste, Jeremy Pelt, Antoine Roney, John Scofield, Bernard Wright und Quinton Zoto.

Klar, nun ist diese Compilation nicht die erste, die sich mit dem Werk von Miles Davis beschäftigt. Aber sie ist eine, bei der man klangtechnisch viel rausgeholt hat.

Das sagt der Regisseur

„Ich weiß noch, wie ich  ´Kind of Blue´ von meinem Vater stahl, um die Platte mit ins College zu nehmen. Seither bin ich fasziniert von Miles und habe lange davon geträumt, seine Geschichte zu erzählen. Für mich war er eine Naturgewalt. Er verkörperte die Coolness wie kein Zweiter“, so Regisseur Stanley Nelson. „Dieser Film bedeutet mir viel. Und da ich die Chance bekam, den Soundtrack zusammenzustellen, tauchte ich sehr tief ins Miles-Archiv ein. So können also nicht nur weniger erfahrene Hörer, sondern auch die eingefleischten Fans Neues entdecken.“

„Miles Davis: Birth of the Cool“ zeigt nie gesehenes Filmmaterial. Darunter finden sich Studio-Outtakes aus den Aufnahmesessions, seltene Fotos und neue Interviews mit Stars wie Quincy Jones, Carlos Santana, Clive Davis, Wayne Shorter, Ron Carter und viele andere. Ausschnitte aus diesen Interviews finden sich auch auf dem Soundtrack-Album.

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