Mando Diao - Bang (foto: playground/cargo)

Mando Diao – Bang

Erscheinungsdatum
Oktober 18, 2019
Label
Playground / Cargo
Unsere Wertung
5
5
Überraschungsarm.
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Auf Platte zwei nach Gustaf Noréns Ausstieg bleiben sich die schwedischen Rocker von Mando Diao weitgehend treu: energetischer, oft bluesiger Rock’n’Roll, gemacht für die Arena. Man könnte auch sagen: Viel Neues fehlt der Kapelle nicht mehr ein.

Die Freiheit. Die Freiheit als Inspiration. Keine Frage: Im Waschzettel zum neuen, sehr rifflastigen Album drehen Mando Diao das große Rad. ‟Wir möchten Menschen dazu inspirieren, sich zu trauen, so frei wie nur möglich zu sein. Sie sollen nach Freiheit streben und sich nicht in normative Strukturen hineinzwängen lassen”, wird die Band da zitiert. ‟Wir haben hier keinerlei Gefühle zurückgehalten”, erläutert Sänger und Gitarrist  Björn Dixgård weiter.

Da ist es fast schon widersinnig, dass Mando Diao trotz dieses großen Freiheitsgedankens musikalisch wie in einem viel zu engen Korsett festzustecken scheinen, das sie sich schon nach der Jahrtausendwende selbst angezogen haben. Sicher, mit der neuen Platte lassen sich bestimmte griffige Schlagworte verbinden: Explosivität, Leidenschaft, Energie – von mir aus. Und dennoch wirkt das alles schon mal da gewesen, nur damals besser. Wirklich hängen bleibt da nichts. Der Funke, wie er in „One Last Fire“ besungen wird, will da einfach nicht überspringen.

Inhaltlich wird es auch mal politisch

Inhaltlich erwähnenswert sind da immerhin zwei Nummern. ‟Don’t Tell Me”, laut Sänger Björn ein ausgestreckter Mittelfinger in Richtung des Establishments. ‟Der Text handelt davon, was ich meinen Kindern versuche, beizubringen. Es ist wichtig, andere Menschen zu respektieren – aber es ist ebenso bedeutsam, nicht immer diesen blinden Respekt gegenüber Autoritäten an den Tag zu legen.” Und auch in ‟Society” wagen Mando Diao einen Kommentar zum aktuellen Zustand der Welt. Nicht immer sind die Lyrics aber so gut verständlich, als dass diese Botschaften hier groß ins Gewicht fallen.

Der Rest? Sex, Party, Liebe, auch in ihren dunklen Facetten – das Übliche eben. Und machen wir uns nichts vor: Live werden die Songs sicherlich auch funktionieren. Die Bühnenshows von Mando Diao waren und sind mitreißend. Ob man sich die Platte aber daheim auflegen muss? Muss jeder für sich selbst entscheiden.

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