Angus & Julia Stone - Sixty Summers (foto: bmg)

Julia Stone – Sixty Summers

Anspieltipps
Fire In Me
Dance (French Version)
I Am No One
We All Have
7.5
Für den Mut belohnt.
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Julia Stone beschreitet auf ihrem dritten Studioalbum ganz neue Pfade. Ohne ihren Bruder Angus im Schlepptau lässt die Singer-Songwriterin ihre Folk- und Indie-Rock-Vergangenheit hinter sich und streift sich ein Pop-Gewand über. Das sitzt überraschend gut.

Ja, sicher, Julia Stone stammt aus der australischen Metropole Sydney. Und doch wirkt es irgendwie so, als hätte die Gute gerade erst die big city für sich neu entdeckt. Als wäre sie gerade erstmals eingetaucht in die kosmopolitischen, hedonistischen und mondbeschienenen Big-City-Nächte. Als habe sie gerade erst die Abenteuer der pulsierenden Stadt mit all ihren Freuden, Gefahren, Romanzen und Risiken zum ersten Mal erlebt. Und so ist der Sound der neuen Solo-Platte, der ersten seit „By The Horns“ (2012), urbaner, elektronischer, poppiger, als man es von Julia Stone bisher gewohnt war.

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Sporadisch aufgenommen zwischen 2015 und 2019, wurde das Machwerk maßgeblich von Thomas Bartlett (alias Doveman) und der Grammy-Preisträgerin Annie Clark (bekannt als St. Vincent) beeinflusst und mitgeformt. Sie waren das symbiotische Paar, das Stone brauchte, um die Vision des Pops, die ihr vorschwebte, in die Realität umzusetzen. Gar nicht so einfach, denn da geht es tatsächlich kreuz und quer durch den Pop- und Dance-Gemüsegarten. Hier ein paar Afrobeats, dort etwas Hip-Hop, anderswo ein paar 80s-Anleihen. Kurzum: Vieles sehr tanzbar, vieles sehr clubgeeignet. Stone berauscht sich an den vielen Möglichkeiten, das Ganze wirkt unheimlich verspielt.

Wunderbares Duett mit Matt Berninger

Zu den Glanzlichtern gehören dabei sicherlich Kracher wie das stampfende „Fire In Me“, der artsy Opener „Break“ oder das auf Französisch eingesungene „Dance“. Fans der ersten Stunde werden derweil mit Songs wie „I Am No One“, „Sixty Summers“ oder das nachdenkliche „We All Have“ (mit The-National-Sänger Matt Berninger) bei der Stange gehalten. Letztgenannter Track funktioniert dabei auch inhaltlich als wunderbarer Kontrast zum Rest des Albums.

Erscheinungsdatum
April 30, 2021
Label
BMG
Unsere Wertung
7.5

Stichwort „Stange“. Klar, bei Pop läuft man immer etwas Gefahr, dass so mancher Song eben wie von einer eben solchen wirkt. In diese Falle tappt Stone hier aber nicht, auch wenn es natürlich den einen oder anderen Filler gibt. Nein, insgesamt wird der Mut der Australierin zur Veränderung belohnt. Zum einen, weil ihre betörende Stimme auch in neuen Genre-Gefilden nichts von ihrer Magie verliert. Und zum anderen, weil dieses Album gerade einfach zur richtigen Zeit kommt. So einen bisschen Frische, so ein bisschen Optimismus, das können wir doch derzeit alle gut gebrauchen. Und auf die Tanzfläche zieht es uns doch auch langsam wieder.

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