Joan As Police Woman - Cover Two (foto: sweet police / pias)

Joan As Police Woman – Cover Two

Erscheinungsdatum
Mai 1, 2020
Label
Sweet Police / PIAS
Unsere Wertung
8
Anspieltipps
Kiss
Out Of Time
Under Control
Life's What You Make It
8
Stark.
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Ein enger, roter Lederanzug, die Finger hinter dem Rücken verschränkt: So zeigt sich Joan Wasser, aka Joan As Police Woman, auf dem Artwork ihres neuen Albums, das gerade über ihr eigenes Sweet Police Label erschienen ist. „Cover Two“ nennt sich das gute Stück; es ist bereits das zweite Mal, dass sich Joan auf Albumlänge dem Material anderer Künstler widmet.

Mit der Idee, ein zweites Cover-Album aufzunehmen, ging Joan schon elf Jahre lang schwanger. Also praktisch, seitdem sie das erste veröffentlicht hat. Und so verwundert es nicht, dass sich auf „Cover Two“ auch Nummern finden, die die Gute schon länger in ihrem Live-Repertoire hat. Stücke, die sie schon eine Weile ausgetestet hat. „Kiss“ (Prince) und „Out of Time“ (Blur) etwa spielte sie bereits während ihrer letzten Tour zum Album „Joanthology“.

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Die Herangehensweise, einen bereits existierenden Song neu einzuspielen,beschreibt Joan so: „Ich beginne immer mit der Frage: WARUM genau liebe ich dieses Lied? Dann nehme ich diese Elemente und reformiere sie, wobei ich manchmal einen Großteil des verbleibenden Materials entferne, um sie durch eine neue Brille neu zu fokussieren. Ich harmonisiere die Akkorde neu, ändere das Feeling radikal oder verschiebe die Hook oder die Phrasierung, um die Komposition dann wieder aufzubauen. “

Zehn heterogene Stücke zu einer stimmigen Mixtur verschmolzen

Neben den bereits genannten Songs von Blur und Prince, hat sich Joan diesmal an Stücken von Outkast, The Strokes (stark: „Under Control“, hier als wunderschöne Pianoballade) oder auch Talk Talk („Life’s What You Make It“ – eines der großen Glanzlichter) versucht. Zur Unterstützung holte sie sich befreundete Musiker*Innen ins Studio: Meshell Ndegeocello, Thomas Bartlett, Justin Hicks, Shahzad Ismaily, Cole Kamen-Green und Jim White etwa sind ihrem Ruf gefolgt.

Bemerkenswert: So heterogen das Material, das sich Joan hier zusammengesucht hat, auch ist, so stimmig wirkt am Ende doch das große Ganze. Kaum jemand schafft es, Stücke anderer Künstler derart zu ihren eigenen zu machen wie die gute Joan. Nichts ist einfach nur nachgefidelt, selbst totgenudelte Tracks wie „Kiss“ erwachen hier zu neuem Leben. Auch ein Kunststück.

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