Jenny Lewis - On The Line (foto: warner music)

Jenny Lewis – On The Line

Erscheinungsdatum
März 22, 2019
Label
Warner Music
Unsere Wertung
7
Anspieltipps
Wasted Youth
Heads Gonna Roll
Red Bull & Hennessy
7
Gelungen.
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Dieser Tage ist mit  “On The Line” das vierte Solo-Album von Jenny Lewis erschienen. Die US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin, ehemals Frontfrau der Indie-Band Rilo Kiley, hat sich für die Platte mit einigen namhaften Kollegen zusammengetan, darunter Beck, Don Was, Jim Keltner, Ringo Starr und Benmont Trench – und ein Künstler, den sie am liebsten wieder davon entfernt hätte.

Die Rede ist natürlich von Ryan Adams, der bereits Lewis‘ 2014er Album „The Voyager“ produziert hatte und auch bei „On The Line“ seine Finger im Spiel hatte. Adams wurde wenige Wochen vor dem Release des Albums der sexuellen Belästigung bezichtigt. Die Musikerin Phoebe Bridgers, Adams‘ Exfrau Mandy Moore und andere Frauen erhoben schwere Vorwürfe gegen den einst so gefeierten Songwriter. “The allegations are so serious and shocking and really fucked up, and I was so sad on so many levels when I heard,” erzählte Lewis dem US-Online-Magazin „Pitchfork“, und weiter: “I hate that he’s on this album, but you can’t rewrite how things went. We started the record together two years ago, and he worked on it—we were in the studio for five days. Then he pretty much bounced, and I had to finish the album by myself.“

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Adams hatte an der Platte mitgearbeitet

Adams ließ sich also nicht so einfach von der Platte entfernen. Und so muss man ihn mehr oder weniger ausblenden. Jenny Lewis liefert auf „On The Line“ elf neue, ziemlich persönliche Songs ab, allesamt von ihr geschrieben und von Beck produziert. Selbst die vordergründig fröhlicheren Stücke durchweht eine greifbare Melancholie, wie etwa beim Song „Wasted Youth“, einem der stärkeren Titel des Albums. Hier verhandelt Lewis ihre Jugend und die Heroinsucht ihrer Mutter. Auch stark: „Red Bull & Hennessy“ erzählt von unerfüllter Sehnsucht. Und in „Heads Gonna Roll“ geht es um Lewis‘ gescheiterte Beziehung zu Kollege Jonathan Rice.

Viel Emotion, viel Herzschmerz also, und das Ganze zu ziemlichen anständigen Songwriter-Rock- und Americana-Klängen. Lewis zum „Guardian“: „So it’s scary to share this stuff, but it’s true.”

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