Gerry Cinnamon - The Bonny (foto: little runaway / awal)

Gerry Cinnamon – The Bonny

Erscheinungsdatum
April 17, 2020
Label
Little Runaway / AWAL
Unsere Wertung
7
Anspieltipps
Mayhem
Where We're Going
Canter
Roll The Credits
War Song Soldier
Sun Queen
7
Macht Laune.
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Corona? Don’t care! Gerry Cinnamon hat gegen jede wirtschaftliche Vernunft mitten im Lockdown sein neues, zweites Album „The Bonney“ veröffentlicht. Der Mann mit der „Six-String-Gun“ macht damit wieder richtig Laune.

In Großbrtiannien ist Gerry Cinnamon längst Kult. Die Musik des schottischen Singer-Songwriters, diese hymnischen Songs mit ihren direkten, sozialkritischen Texten (natürlich nur echt mit diesem unverkennbaren schottischen Zungenschlag) und Storys – das findet auf der Insel durchaus Anklang. Dabei ist der Gute ein echter Selfmade-Musiker, ein DIY-Talent, das sogar sein eigenes Label – Little Runaway – betreibt. Einer, bei dem keine große Marketingmaschine hintendran steht, sondern einer, der sich sein Publikum vor allem über seine energiegeladenen Live-Shows aufgebaut hat.

Sein neues, zweites Album „The Bonny“ folgt auf das Top 20-Debütalbum „Erratic Cinematic“. Und es ist natürlich irgendwie typisch Gerry. Die Platte hat er im März angekündigt – und die Veröffentlichung dann auch trotz Corona durchgezogen. „Es ist vielleicht nicht der smarteste Move, ein Album während des Lockdowns zu veröffentlichen, wenn noch alle Läden zu haben und jeder für sich isoliert ist. Aber ich lasse meine Leute nicht im Stich. Ich habe mich noch nie für Zahlen interessiert und tue das auch jetzt nicht“, wird Cinnamon im „NME“ zitiert. Ein Ehrenmann.

Cinnamon mit etwas weniger Schärfe

Musikalisch bleibt sich der Mann treu. Auf den zwölf neuen Tracks (gut, den Stampfer „Canter“ kannte man schon länger) serviert uns Cinnamon eingängigen, poppigen Indie-Folk-Rock, der sicherlich auch live wieder gut kommen würde. Die Akustikgitarre dominiert, ab und an ist auch mal ein Schlagzeug oder eine Mundharmonika zu hören. Absolut pub- und stadiontauglich, was der Gute da wieder fabriziert hat. Auch inhaltlich. Da hat Cinnamon im Vergleich zum Vorgänger diesmal etwas die Schärfe rausgenommen. Es ist eine typische „Live your life to the fullest, we all gonna die anyway“-Platte, die mit ein paar tieftraurigen Songs ausbalanciert wird. Etwa mit dem bluesigen „War Song Soldier“ oder dem Trennungssong „Roll the Credits“. Am stärksten aber: die Single „Where We’re Going“, das eindringliche „Sun Queen“ und das italo-western-geschwängerte „Mayhem“.

Keine Frage: Es ist natürlich vor allem diese Energie, diese raue Stimme, die einen auch hier wieder in den Bann zieht. Und die einen Live-Konzerte noch mehr vermissen lässt als ohnehin schon.

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