Mit „Live at Eden Project“ veröffentlichen The Who den Mitschnitt ihres grandiosen Konzerts im Juli 2023 im legendären Eden Project in Cornwall, bei dem die Kapelle gemeinsam mit dem Heart of England Philharmonic Orchestra auftrat. Das Live-Album erscheint sowohl auf CD als auch Vinyl.
Keine Frage: The Who gehören zur immer kleiner werdenden Gruppe der Last Men Standing der goldenen Ära des Rock. Die Gruppe aus London gehört zu den bedeutendsten Rock-Bands aller Zeiten, auch weil sie in Sachen Hard-Rock und Rock-Oper Pionier-Arbeit geleistet hat. In den fast sechs Jahrzehnten ihrer Karriere haben sie bewiesen, dass Rock mehr als Radau sein kann, dass das Genre in der Lage ist, clevere Geschichten zu erzählen – und das mit viel Wucht und großer Energie. Evergreens wie „My Generation“, „Baba O’Riley“, „The Kids Are Alright“ oder „Behind Blue Eyes“ sind längst Teil des popkulturellen, kollektiven Gedächtnisses.
anzeige
Die verbliebenen Mitglieder – Pete Townshend und Roger Daltrey (John Entwistle und Keith Moon sind bereits verstorben) – sind trotz ihres biblischen Alters (beide sind über 80) immer noch umtriebig, sowohl solo als auch im Verbund. Das letzte The-Who-Studioalbum „Who“ (2019) ist zwar auch schon wieder ein paar Montage her, aber Live-Gigs und Touren absolviert die Band immer noch.
Eine besondere Location
Vor drei Jahren gingen The Who mit wechselnden Orchestern auf Tour – und machten dabei auch Station in einer der nachhaltigsten und visuell beeindruckendsten Veranstaltungsstätten Großbritanniens: dem Live Eden Project in Cornwell, einem atemberaubenden Netzwerk aus Biomen. Unterstützt wurden sie ebenda vom Heart of England Philharmonic Orchestra. Die Mission: klassische Rock-Intensität mit orchestraler Größe zu verschmelzen. Die natürlichen akustischen Eigenschaften und die geschlossenen Strukturen des Eden Project schufen dabei eine warme, detailreiche Klangumgebung, deren Klarheit und Intimität von traditionellen Stadionkonzerten kaum erreicht wird.
Dennoch: „Live at Eden Project“ bietet eine der besseren Setlists aus der orchestralen Phase von The Who. Die Performance umfasst eine vollständige „Tommy“-Suite – von „Overture“ bis „We’re Not Gonna Take It“ – mit einer dramatischen Geschlossenheit, die frühere Darbietungen übertrifft. Neben geliebten Hymnen wie „Baba O’Riley“ und „Pinball Wizard“ enthält das Album aber auch selten gespielte Perlen wie „Cry If You Want“, „Anyway, Anyhow, Anywhere“ und „The Rock“, die sicherlich zu den Glanzlichtern des Abends gehören. Ebenso wie „My Generation“ und das epische „Won’t Get Fooled Again“.
Noch mit Zak Starkey
Die Band ging hier durchaus mit Spielfreude zu Werke. Von den Spannungen mit Drummer Zak Starkey – dem Sohn von Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr – war hier zumindest on stage noch nichts zu spüren, 2025 wurde er ja bekanntlich von der Band entlassen. Auf Drängen von Roger Daltrey, wie Starkey später zu Protokoll gab. Man überwarf sich damals on stage bei einem Konzert in der Royal Albert Hall.
Das Album erscheint als 2CD-Digipak, als limitierte 3LP-Gatefold-Edition auf recyceltem Vinyl ohne Plastik-Schrumpffolie, als Standard-3LP-Gatefold sowie auf allen großen digitalen Plattformen.
anzeige



