Flore Laurentienne - Volume III (foto: Secret City Records)

Flore Laurentienne – Volume III

Erscheinungsdatum
April 10, 2026
Label
Secret City Records
Unsere Wertung
7

Mit „Volume III“ macht Flore Laurentienne den Deckel auf ein Projekt, das ihn schon seit geraumer Zeit beschäftigt hat. Ein Projekt, das sich dem Kreislauf von Werden und Vergehen widmete – und dessen Ende gleichzeitig wie ein neuer Anfang wirkt.

Flore Laurentienne nennt sich das Neoklassik-Projekt des kanadischen Komponisten, Multiinstrumentalisten und Produzenten Mathieu David Gagnon. Seit der Veröffentlichung des Debütalbums, das – man ahnt es –  “Volume I” (2019) hieß, hat Flore Laurentienne in der weiten Landschaft der instrumentalen Musik durchaus auf sich aufmerksam gemacht. Mehrere Preise – darunter drei Félix Awards, zwei GAMIQ, eine Nominierung für einen JUNO Award und einen Platz auf der Longlist des Polaris Music Prize – zeugen davon. Sein Stück “Fleuve no 1“ wurde ausgewählt, um die „Chanel“-Runway Show während der Paris Fashion Week zu eröffnen.

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Flore Laurentienne lässt sich gern von kontrastierenden Welten inspirieren: von der melodischen Klarheit und dem Kontrapunkt Johann Sebastian Bachs; von der erzählerischen Intensität und progressiven Kühnheit von King Crimson; sowie vom elektronischen Minimalismus Hans-Joachim Roedelius’. Aus dieser unerwarteten Begegnung an der Schnittstelle von klassischer, progressiver und experimenteller Musik entsteht ein dichtes und großzügiges Klangbild, geprägt von unverhohlenem Lyrismus und dynamischen Texturen. Obwohl Laurentienne eine eigene und ausgefeilte musikalische Sprache entwickelt, sucht seine Musik eher nach Tiefe als nach Komplexität.

Abschluss einer Trilogie

“Volume III” ist nun eine weitere Erkundung des Zusammenspiels von akustischen und synthetischen Elementen, die Flore Laurentienne auszeichnen. Im Gegensatz zu den Vorgänger-Alben wurden die meisten Stücke gemeinsam mit den Bandmitgliedern während Residenzen und Konzerten entwickelt, bevor sie aufgenommen wurden.

Die Platte markiert den Abschluss einer Trilogie, die 2019 mit besagtem “Volume I”  begann – mit dem inhärenten und parallelen Wunsch, ein drittes Album zu erreichen, um “Vol. 3”, dem ersten Album von L’Infonie (einem quebecer Kultkollektiv, das Jazz, Prog, Kunstmusik und Poesie verband), Tribut zu zollen. Letzteres beeinflusste die Musik von Flore Laurentienne zwar nicht direkt, wohl aber die Vorstellung von Freiheit in der Komposition, die Klassik und Improvisation miteinander verbindet.

Die Botschaft ist hier das Licht; es ist der Samen in der Erde, der zu einer Pflanze und dann zu einer Blume wird, die in voller Blüte steht und dann unvermeidlich verwelkt, damit der Zyklus von Neuem beginnen kann; es ist die Suche nach Schönheit im Chaos, aus dem eine Harmonie entsteht, die dieses Chaos übersteigt. Es ist Gagnon anzurechnen, dass die Musik nie kitschig oder pathetisch klingt – sondern stets erhaben.

7
Erhaben.
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