Brian Eno - Apollo: Atmospheres And Soundtracks (foto: universal music)

Brian Eno – Apollo: Atmospheres And Soundtracks

Erscheinungsdatum
Juli 19, 2019
Label
Universal Music
Unsere Wertung
8.5
8.5
Verdienter Klassiker.
Anspieltipps
An Ending (Ascent)
Matta
Deep Blue Day
Weightless

Perfektes Timing: Zum 50. Jahrestag der ersten bemannten Mondlandung bei der Mission „Apollo 11“ ist nun eine erweiterte Edition von Brian Enos Ambient-Meilenstein „Apollo: Atmospheres & Soundtracks“ erschienen.

Es ist ein echter Meilenstein im Katalog des legendären Klangtüftlers: „Apollo: Atmospheres & Soundtracks“. Erschienen im Jahr 1983 , war die Platte eigentlich als Soundtrack zum sehenswerten Dokumentarfilm „For All Mankind“ entstanden. Der Film des US-Regisseurs und Journalisten Al Reinert kombinierte Original-35mm-Material von der Mondlandung der „Apollo 11“-Mission mit Original-Kommentaren und später aufgenommenen Rückblicken der beteiligten Astronauten.  

Das Originalalbum produzierten Brian Eno und Daniel Lanois, nachdem die Aufnahmen im Studio von Daniel und dessen Bruder Bob in Hamilton, Ontario stattgefunden hatten. In den Jahren danach arbeiteten Eno und Lanois immer wieder zusammen. Besonders bekannt sind sie unter anderem für ihre gemeinsamen Aufnahmen mit U2, deren Alben „The Joshua Tree“, „Achtung Baby“ und „No Line On The Horizon“ sie produzierten. Für den Bruder Roger Eno war „Apollo“ die erste Studioerfahrung überhaupt. Zugleich war die Platte der Startschuss für seine eigene Solokarriere. Teils solo, teils mit seinem Bruder, arbeitete er in den vergangenen Jahrzehnten vorwiegend an Filmmusik.

Oft ist es ja so: Ambient-Stücke hört man, lässt sich von ihnen berieseln – und vergisst sie dann wieder. Bei Enos Stücken ist das anders. Obwohl es sich um ein Ambient-Album handelt, sind etliche Songs der Original-LP weltbekannt. Inzwischen verzeichnen die Tracks gut 300 Millionen Streams, heißt es seitens der Plattenfirma. Was eben auch daran liegt, dass viele der Stücke des „Apollo“-Albums seither eine Art Eigenleben geführt haben. Sie waren in ganz unterschiedlichen Kontexten zu hören. Diverse Stücke waren in Erfolgsfilmen wie „Trainspotting“, „Traffic“, „28 Days Later“ und „Drive“ vertreten.

Mal düster, mal verträumt

Selbst im Sport fand der „Apollo“-Soundtrack statt. „An Ending (Ascent)“ lief beispielsweise während der Eröffnungszeremonie der Sommerolympiade 2012 in London. Ist ja auch alles sehr abwechslungsreich. Mal düster („Matta“, „Signals“), mal fast schon so warm und verträumt, dass das All fast zum Sehnsuchtsort wird („Deep Blue Day“, „Weightless“).

Nun ist also zum 50. „Apollo“-Jubiläum die erweiterte Version des gleichnamigen Eno-Klassikers erschienen. Neben dem Originalalbum, das von Miles Showell in den Abbey Road Studios neu gemastert wurde, vereint diese Jubiläumsedition ein zweites Bonusalbum mit elf brandneuen Instrumentalstücken, die an den Soundtrack zum Film „For All Mankind“ anknüpfen. Die drei Stücke „Capsule“, „Last Step From The Surface“ und „Fine-grained“ stammen aus Lanois’ Feder; „Waking Up“, „Under The Moon“ und „Strange Quiet“ sind von Roger Eno.

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