Barbra Streisand – The Music…The Mem’ries…The Magic!

Barbra Streisand - The Music (foto: columbia)

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8 Columbia Records / Sony
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Keine Frage: Barbra Streisand gehört zu den letzten großen Diven des Musik-Business.  Und auch mit Mitte 70 ist die Gute immer noch rege und auf den Bühnen dieser Welt unterwegs. Wer die Dame noch nicht live erlebt hat, kann sich nun “The Music…The Mem’ries…The Magic!” ins Wohnzimmer holen, den Mitschnitt eines Konzerts in Miami aus dem Jahr 2016.

Die 2016er Tour war nicht irgendeine. Es war die Tour zu ihrem damals aktuellen Album “Encore. Movie Partners Sing Broadway”, das, man ahnt es, in den Vereinigten Staaten natürlich auf Platz eins der Charts stürmte. Diese Platzierung bedeutete, dass es Streisand gelungen ist, als einzige Künstlerin in sechs (!) Jahrzehnten ein Nummer-eins-Album zu veröffentlichen. Kann man mal so machen.

Die Zahlen sprechen ja ohnehin für sich: In ihrer Laufbahn veröffentlichte sie bislang 52 Gold-, 31 Platin- und 13 Multiplatin-Alben. Sie ist die einzige Frau in den Top Ten der Künstler mit den meistverkauften Tonträgern. Zuletzt bescherte ihr die CD „Partners“ im Jahr 2014 das 33. Top Ten-Album in den US Charts. Barbra Streisand ist die einzige Künstlerin, der dies bislang gelang. Mit ihren zehn Nummer-Eins-Platzierungen ist sie die Frau mit den meisten Nummer-Eins-Alben in der Geschichte der Billboard-Charts.

Nun also eine Live-Platte, „The Music…The Mem’ries…The Magic!“. Erhältlich in mehreren Varianten und aufgenommen an einem Dezember-Abend in Florida. Der Klang ist gut, die Live-Atmosphäre wird sehr schön eingefangen, auch weil man sich dafür entschieden hat, die kleinen Ansprachen der Streisand ans (hörbar gut aufgelegte) Publikum zwischen den Songs nicht wegzuschneiden. Diese Cuts sind ja eine ärgerliche Unsitte, die sich in den vergangenen Jahren gefühlt bei Live-Alben häuft. Und so erzählt Streisand frei von der Leber weg von den Entstehungsgeschichten ihrer Songs, lässt hier und da auch mal einen Witz oder eine kleine Predigt los.

Die 19 Songs der uns vorliegenden Album-Version umspannen einen Großteil der Karriere der guten Barbra. Die werden zwar nicht mehr ganz mit der selben Power vorgetragen wie in ihren jungen Jahren, dennoch stellt die Streisand noch so manches jüngere Semester in den Schatten. Überraschend ist dabei vor allem die Performance von “Climb Ev’ry Mountain”, bei der ihr Jamie Foxx als Duett-Partner gegenüber steht.

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Fazit: Hörenswert.

Anspieltipps: Pure Imagination, Climb Ev’ry Mountain

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