Alphaville - Afternoons in Utopia (foto: warner music)

Alphaville – Afternoons in Utopia

Anspieltipps
Dance With Me
Fantastic Dream
The Voyager
Lassie Come Home
7
Ambitionierter als der Erstling.
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Nach dem gewaltigen internationalen Erfolg ihres Debütalbums „Forever Young“ (1984) schrieb das deutsche Trio Alphaville 1986 mit der Veröffentlichung ihres zweiten Studioalbums „Afternoons In Utopia” sein nächstes Kapitel. Das Album erreichte in fünf europäischen Ländern zwar die Top 20, war aber nicht so erfolgreich wie der Vorgänger. Aus heutiger Perspektive ist es aber beinahe das spannendere Album. Jetzt wird es neu auf Vinyl aufgelegt.

Nein, Münster ist nun nicht unbedingt der Nabel der Pop-Welt. Aber es gab doch überraschend viele Bands und Künstler, die in der westfälischen Großstadt das Licht der Welt erblickten. Götz Alsmann, Tanita Tikaram, H-Blockx, Donots, Westbam, Muff Potter und Erdmöbel stammen aus der etwas mehr als 300.000 Einwohner zählenden Stadt. Und eben Alphaville, die Anfang der 1980er Jahre groß auftrumpften. 1983 gegründet, landete die Kapelle um Frontmann Marian Gold in den ersten zwei Jahren ihres Bestehens gleich mehrere Welthits: „Big in Japan“, „Sounds Like A Melody“ und „Forever Young“, allesamt aus dem Debütalbum „Forever Young“ (1984) gelten heute als Klassiker dieses an Hits nicht armen Jahrzehnts.

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Zwei Jahre später, 1986, stand das Album Nummer zwei an. Die Erwartungen waren nach dem erfolgreichen Erstling natürlich groß, der Erfolg, so ehrlich muss man sein, aber auch kaum steigerbar. Immer eine doofe Situation irgendwie, den eigentlich kann man mit einem Nachfolge-Album dann nur scheitern. Was bleibt einer Band also übrig? Entweder man versucht, den Erfolg des Debüts irgendwie zu konservieren und vielleicht zu kopieren. Oder man bricht mit den Erwartungen. Alphaville entschieden sich für Türchen Nummer zwei. Man wollte ein bisschen komplexer, ein bisschen künstlerischer werden, keinen Synthie-Pop von der Stange, sondern im Grunde ein Konzeptalbum abliefern.

Nein, den Geschmack der Zeit traf man nicht mehr so zielsicher wie auf dem Erstling. Vergleichbar große Hits wie das Debüt hatte „Afternoons in Utopia“ nicht zu bieten. Einige starke Songs aber allemal. Das eingängige „Fantastic Dream“ etwa. Das als Single veröffentlichte, energetische „Dance With Me“ zum Beispiel. Das verträumte „Lassie Come Home“ mit diesem überraschenden, mehr als einminütigen Instrumental-Intro. Oder „The Voyager“, das ein bisschen den Geist von David Bowie atmet.

Am Sound wurde geschraubt

Erscheinungsdatum
Mai 7, 2021
Label
Warner Music
Unsere Wertung
7

Nun also liegt die Scheibe neu aufgelegt wieder in den Regalen der Plattenläden. Am Sound hat man dabei ein wenig geschraubt. „Bei ‚Afternoons in Utopia‘ wurde in den damals turbulenten Zeiten leider nicht genug Augenmerk auf das Mastering gelegt – sowohl auf Vinyl als auch auf CD klang das Album einfach nicht so, wie es hätte klingen können und sollen. Dieser Fehler ist jetzt behoben. Glücklicher Weise wurden alle analogen Masterbänder gefunden und mit den heutigen Möglichkeiten und mit sehr viel Liebe und Geduld zum Klingen gebracht“, so Alphaville-Gründungsmitglied und Keyboarder Bernhard Lloyd.

Afternoons In Utopia (Deluxe Edition) enthält in der 1LP-Version (180g) das remastered Album inklusive 24-seitigem Booklet mit raren und bisher unveröffentlichten Fotos im Gatefold-Cover, die 2CD-Version enthält auf CD1 das remastered Album, auf CD2 14 remastered B-Seiten, 12” & 7“-Mixe, Remixe, Demos sowie eine rare Live-Version der Single „Dance With Me“. Dazu kommt ein 20-seitiges Booklet.

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