My Soundtrack: Luis (L.A.)

L.A. (foto: sony music/jm ferrater)

Nein, jeder Marketingstratege würde wohl von diesem Bandnamen abraten: L.A. ist in Zeiten von Google-Optimierern durchaus eine mutige Wahl. Das ficht den spanischen Musiker/Songwriter Luis Albert Segura aber nicht an. Seit zehn Jahren produziert und veröffentlicht der aus Mallorca stammende Bandleader charmanten Songwriter-Indiepop, der sich weltweit großer Popularität erfreut. Ende Mai hat die Combo ihren fünften Longplayer „King of Beasts“ veröffentlicht. Alle Songs stammten mal wieder aus der Feder von Segura, der überdies auch zahlreiche Instrumente einspielte (Gitarre, Schlagzeug, Bass und Backgroundgesang). Wo er sich seine Inspirationen herholt? Verrät vielleicht diese My-Soundtrack-Ausgabe.

The Beatles – Girl 

From, probably my favorite Beatles album “Rubber Soul”. Without any doubt one of my oldest memories with music involved. I remember so clearly sitting in front of my dad’s portable turntable playing the record again and again and crying with “Michelle” and “Girl”. Later as a singer I’ve never had the conviction to play any Beatle song, a mixture of respect and fear, but one day I was invited to participate on a Beatles Tribute Show in a beautiful theatre here in Madrid and I played “Girl” and it was like a magical experience, almost like a exorcism for me. I’ll never forget that for the rest of my life. 

Aus meinem wohl liebsten Beatles-Album „Rubber Soul“. Zweifellos eine meiner ältesten Erinnerungen, in denen es um Musik geht. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich an dem tragbaren Plattenspieler meines Dads saß, immer wieder diese Platte hörte und zu „Michelle“ und „Girl“ weinte. Später, als Sänger, hatte ich nie den Mut, einen Beatles-Song zu spielen. Wohl aus Respekt und Angst. Aber irgendwann wurde ich eingeladen, bei einer Beatles-Tribute-Show hier in Madrid mitzumachen. Ich spielte „Girl“ und es war eine magische Erfahrung. Fast wie Exorzismus für mich. Das werde ich für den Rest meines Lebens nicht vergessen.

 

Ryan Adams – La Cienega Just Smiled

Ryan change the course of my life. And it was with this song and “I See Monsters” that he played live in a Summer festival in 2004 when I totally fell in love with the way he works, how he plays, how he write songs and how he perform them live. By that time I was just “the drummer” for  3 or 4 bands at the same time, and was right that day when I realized that I wanted something else, grab a guitar and sing, and take out all those feelings I had inside of me.

Ryan hat mein Leben verändert. Sowohl durch diesen als auch durch den Song „I See Monsters“, den er während deines Sommerfestivals 2004 spielte. Ich verliebte mich damals total in seine Arbeit, seine Art, wie er spielte, wie er Songs schrieb und wie er sie live performte. Damals war ich nur der Drummer bei drei, vier Bands gleichzeitig, und hier merkte ich plötzlich, dass ich etwas anderes wollte, dass ich Gitarre spielen, singen und diese ganzen Gefühle freilassen wollte, die ich in mir hatte.

 

Sade – Sweetest Taboo 

Oh man, that voice, those melodies… I really don’t know how many times I heard that song on the radio when I was a kid… thousands of times! My mom use to have a radio on on every room of the house, we lived in a two story house with a huge garden, and still now she’s got a radio on everywhere! When we were kids, my sister and I playing outside and singing what now are 80’s classics like Cyndi Lauper, Phil Collins, Duran Duran, Spandau Ballet  or Sade… Many years after I realized that all that music is still in my head, and obviously in my songs. 

Oh Mann, diese Stimme, diese Melodien. Ich weiß echt nicht, wie oft ich diesen Song als Kind im Radio gehört habe. Wohl tausende Male. Meine Mutter hatte in jedem Zimmer des Hauses ein Radio, obwohl wir zwei Etagen und einen großen Garten hatten. Hat sie heute immer noch. Als wir Kinder waren, spielten meine Schwester und ich draußen und sangen 80er Jahre-Klassiker von Cyndi Lauper, Phil Collins, Duran Duran, Spandau Ballet oder Sade. Viele Jahre später merkte ich, dass all diese Musik noch immer tief in mir steckte – und offensichtlich in meinen Songs.

 
Pearl Jam – Rearviewmirror

My sister introduced me to all the grunge scene, she is 2 years older than me, and in 1991, 92 she became a Nirvana fan and that was a total blast at home because she opened the door to a new dimension for me… Soundgarden, Screaming Trees, Alice in Chains and then Blind Melon, Soul Asylum and of course.. Pearl Jam who played the most important role in my life as a “fan” of a band after The Beatles. That was like I DISCOVERED THOSE GUYS and I love them until the end! I remember watching “Rearviewmirror” live on Saturday Night Live on the MTV and felt my head exploding in a million pieces! 

Meine Schwester, die zwei Jahre älter ist, machte mich mit der Grunge-Szene vertraut. 1991, 1992 wurde sie Nirvana-Fan und das war damals der Wahnsinn. Sie öffnete mir die Tür zu einer neuen Dimension: Soundgarden, Screaming Trees, Alice in Chains und dann Blind Melon, Soul Asylum und natürlich Pearl Jam, die wohl die wichtigste Rolle in meinem Fan-Leben spielten – nach den Beatles. Es fühlte sich so an, als hätte ich die Band entdeckt und würde sie bis ans Ende lieben. Ich erinnere mich noch, wie ich „Rearviewmirror“ live auf MTV (Saturday Night Live“ sah und es sich anfühlte, als würde mein Kopf in tausend Teile explodieren.

 

Tom Petty – Crawling Back To You

I remember my friend Carlos dad playing me „Wildflowers“, just released at that time, it was 1994 I guess, and asking me… do you know who’s this? and I was like… mmmmm sounds like George Harrison, but it’s not, and he was like “you know what kid? I just discovered you one of your future favorite artists” and he was right, 100% right… I became a huge fan of all the Petty stuff, with and without the Heartbreakers. And specially this song and this record are top notch for me. Many years later I recorded one of my records at that same studio with that same piano that Elton John bought one day because he wanted a grand piano in the studio… Life’s crazy and beautiful sometimes. 

Ich erinnere mich, wie der Vater meines Kumpels Carlos mir „Wildflowers“ vorspielte, das damals gerade veröffentlicht wurde. Es war 1994 und er fragte mich, ob ich wüsste, wer das sei. Ich sagte, es klinge wie George Harrison, aber er sei es nicht. Er sagte: Junge, du hast gerade einen deiner liebsten Künstler der Zukunft entdeckt. Er hatte absolut Recht. Ich wurde ein großer Petty-Fan, mit und ohne die Heartbreakers. Vor allem dieser Song und diese Platte sind in meinen Augen spitzenklasse. Viele Jahre später nahm ich in dem selben Studio auf, in dem das Album aufgenommen wurde. Auf dem selben Piano, das Elton John damals anschaffte. Das Leben ist manchmal verrückt, aber wundervoll.

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