Travis - 10 Songs (foto: bmg rights management)

Travis – 10 Songs

Erscheinungsdatum
Oktober 9, 2020
Label
BMG Rights Management
Unsere Wertung
8.5
Anspieltipps
The Only Thing
Valentine
A Ghost
Butterflies
Kissing in the Wind
8.5
Stark.
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Travis versüßen uns den Herbst mit einem neuen Album. „10 Songs“ ist ein Album, das einen in den Arm nehmen will. Kommt in diesen Pandemie-Zeiten gerade rechtzeitig.

Keine Frage: Travis sind nun schon ein paar Montage mit dabei. 1990 haben sich die schottischen Indie-Rocker gegründet, 1997 ihr Erstlingswerk veröffentlicht und 1999 mit „Why Does It Always Rain On Me?“ einen Hit für die Ewigkeit geschaffen. Kann sich sehen lassen. Aber: Auch nach bis dato acht Studioalben haben die Briten offenbar noch nicht in den Verwaltungsmodus geschaltet. „10 Songs“, Album Nummer neun, gehört nämlich durchaus zu dem Besten, was die Kapelle jemals veröffentlicht hat.

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Entstanden ist die Platte zum Jahreswechsel 2019/2020, in Co-Produktion von Frontmann Fran Healy und Robin Baynton (Coldplay, Florence & The Machine) in den legendären RAK Studios in London. Es ist ein bemerkenswertes Album, bei dem man bei vielen der Songs dieses fast blinde Verständnis füreinander spürt. Basierend auf der tiefen Vertrautheit einer Band, deren Line-Up sich seit ihrer Gründung nicht verändert hat. 

Ein Gastauftritt als großes Highlight

Glanzlicht des Albums: das wunderschöne Duett „The Only Thing“, bei dem Fran Healy von Susanna Hoffs (The Bangles) unterstützt wird. Ein Song, der regelrecht verzaubert. Und mehr oder weniger ein Zufallsprodukt. Denn es war ein gar nicht geplanter Austausch auf Twitter, der Fran und Susanna zueinander finden ließ. Sie mochte seine Stimme. Und er verehrte ihre ebenfalls schon lange. Fran, der mittlerweile in Los Angeles lebt (und immer mehr nach Bono klingt), fuhr zu Susanna nach Hause und spielte ihr ein Demo eines Duetts vor, das ihm vorschwebte. Hat offenbar gefruchtet. Ganz große Nummer.

Aber auch das bereits im vergangenen Jahr vorgestellte, überaus gefühlige „Kissing in the Wind“, die eingängigen Nummern „Butterflies“ und „A Ghost“ sowie das eher unkonventionelle „Valentine“ (dieser Bass!) wissen zu überzeugen. Am Ende bleibt die Feststellung: Travis, die man durchaus als Wegbereiter für Bands wie Coldplay oder Keane betrachten kann, haben es immer noch drauf. Sie haben immer noch dieses Händchen für bittersüße Melancholie, so wohl dosiert, dass die Songs einen nicht runterziehen, sondern fast tröstlich wirken. Und Trost kann man in diesen Zeiten ja mehr als gebrauchen.

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