The Who - LIve At The Fillmore East 1968 (foto: universal music)

The Who – Live At The Fillmore East 1968

Erscheinungsdatum
April 20, 2018
Label
Polydor / Universal Music
Unsere Wertung
8.5
Anspieltipps
My Generation
Relax
A Quick One
Shakin' All Over
8.5
Explosiv.
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Leckerbissen für alle Fans von The Who: Zum 50. Wiegenfest des legendären Konzerts der Band im The Fillmore East in New York City erscheint nun endlich auch offiziell ein Mitschnitt des sagenumwobenen Abends. Und das gleich in mehreren Varianten.

Es ist der 4. April 1968. An dem Tag, an dem der afroamerikanische Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King ermordet wurde, kamen The Who nach New York City. Es war das große Finale einer Tour, bei der sie sich richtig ausgepowert hatten. Die Briten erlebten dabei ein Land, das zerrissen war, geprägt von Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, Bürgerrechtsprotesten und militanten Aktivisten an Unis. Vor diesem turbulenten Hintergrund traten The Who am Freitag, den 5. und Samstag, den 6. April, in Bill Grahams legendärem Club Fillmore East in Manhattans Lower East Side auf.

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So richtig legendär war der Club zu diesem Zeitpunkt zugegebenermaßen noch nicht: Graham hatte den Club erst im März eröffnet. Als The Who im Vorjahr zweimal dort spielten, hieß das Haus noch Village Theatre. Geschichte. Nun waren The Who also die erste britische Rockband, die als Headliner im Fillmore East auftraten. Eigentlich waren sie sogar für vier Shows an zwei Tagen gebucht. Weil die Lage nach der Ermordung Kings aber undurchsichtig war und die Veranstalter Angst vor Unruhen hatten, einigte man sich darauf, nur einen Gig pro Abend über die Bühne gehen zu lassen.

Turbulente Tage

Es müssen turbulente Tage gewesen sein, die The Who in der Ostküsten-Metropole verbrachten. Da Keith Moon großen Spaß an kleinen Böllern – sogenannten Cherry Bombs – gefunden hatte, musste die Band das Hotel wechseln. Aber auch im Waldorf Astoria schaffte er es, eine Tür aus den Angeln zu pusten und so musste die Band ein weiteres Mal umziehen.

Am Morgen der Proben wurden The Who für das „Life“-Magazin abgelichtet und angeblich war die Band dank Keith Moons Eskapaden so müde, dass sie bei der Fotosession am Carl Schurz Monument im Morningside Park mehrmals einnickte. Das legendäre Foto unter dem riesigen Union Jack wurde später für das Albumcover und Plakatmotiv des Kultfilms „The Kids Are Alright“ verwendet.

Material vom ersten Abend fehlt

The Whos Manager Kit Lambert ließ beide Auftritte im Fillmore East filmen. Sie sollten als viertes Album – nach „The Who Sell Out“ und vor „Tommy“ – veröffentlicht werden. Dummerweise wurde aber vom ersten Konzert-Abend nur ein Bruchteil aufgezeichnet. Ein technischer Fehler, menschliches Versagen – so genau weiß man das nicht. Und so waren diese Pläne hinfällig. Ein kleiner Trost: Das Material des zweiten Abends war vollständig. Und so hatte der langjährige The-Who-Soundengineer Bob Pridden, der auch bei den Konzerten im Fillmore East an den Reglern stand, jetzt die Chance, die Originalbänder von damals zu restaurieren und neu zu mixen.

Für Fans ist das ein wahrer Segen. Ein in den Siebziger Jahren inoffiziell veröffentlichtes Bootleg trug viel zur Legendenbildung und zum Hype um diese beiden Shows bei. Der Mitschnitt zeugte davon, welch unheimlich gute Liveband die Briten seinerzeit waren. Jetzt passt der Sound auch zu der Top-Performance. The Who lassen es hier schon ordentlich krachen, kommen unheimlich energiegeladen daher. Genial: die 33-minütige Version von „My Generation“. Zeit nimmt sich die Band auch für Nummern wie „Relax“, „A Quick One (While He’s Away)“ und „Shakin‘ All Over“ – der Wahnsinn.

Anlässlich des 50. Jubiläums dieser unvergesslichen Shows erscheinen die bisher unveröffentlichten Aufnahmen am 20. April als 2CD- und 3LP-Version. Auf der Titelliste der 2CD- und 3LP-Versionen befinden sich auch drei Eddie Cochran-Songs: „My Way“, „Summertime Blues“ und die bisher unveröffentlichte Coverversion von „C’mon Everybody“. Desweiteren enthält das Set eine seltene Interpretation des Allen Toussaint-Titels „Fortune Teller“. Ursprünglich hatte Benny Spellman den Song aufgenommen, aber erst durch die Rolling Stones wurde er berühmt. Außerdem standen bei diesen Shows „Tattoo“ und „Relax“ von „The Who Sell Out“ auf der Setliste, sowie atemberaubende, lange Versionen von „A Quick One“ und „My Generation“, das nach einem mehr als 30-minütigen Jam in der Zerstörung der Gitarren und des Schlagzeugs gipfelte.

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