The Glorious Sons

The Glorious Sons (foto: samantha falco)

Stramm Touren und ebenso stramm feiern – so kann man das Motto dieser kanadischen Rocker wohl am ehesten zusammenfassen: The Glorious Sons schicken sich an, den Cock Rock wieder salonfähig zu machen.

Die Wiege der Glorious Sons steht in Kingston (Ontario). Eine kleine, rund 120.000 Einwohner zählende Arbeiterstadt am östlichen Lake Ontario. Kanadas Limestone City, die vor allem bei Rentnern beliebt ist. Hier finden sich im Jahr 2011 The Glorious Sons zusammen: Jay Emmons (Gitarre), Andrew Young (Gitarre), Adam Paquette (Schlagzeug), Chris Huot (Bass) und natürlich Frontmann und Songwriter Brett Emmons, der sogar extra die Schule schmeißt, um mit der Kapelle auf der Bühne zu stehen, die sich schnell traditionellem Blue-Collar-Rock verschreibt.

Für größere Aufmerksamkeit sorgt das Quintett erstmals im Jahr 2013, als sie in Eigenregie die EP “Shapeless Art” auf den Markt bringt. Bei der Produktion wird die Band vom kanadischen Hard-Rocker John-Angus MacDonald (The Trews) unterstützt. “We were playing a contest called Whiskey Rocks, and we ended up winning the contest. He was one of the judges, and we got our prize pack and were real happy about everything. After the show I was there having a cigarette and he walks by going in to play his set, an she stops and says ‘Hey man, let’s have a beer after the show. I want to talk to you guys.’ So we went and talked to him, and he talked about perhaps producing an album for us, and he said he’d do a song for free, so we went and did the song ‘Mama’, and after that he ended up producing the rest of the album”, erzählt Brett 2014 der Seite “Montreal Rampage”, wie es zu dieser Kollaboration kam.

Durch die Veröffentlichung wird das kanadische Label Black Box Music auf die Glorious Sons aufmerksam, das sie noch im selben Jahr unter Vertrag nimmt. Unter dem Banner der Plattenfirma wird die EP wiederveröffentlicht, als Bonus wird die Single “White Noise” noch mit drauf gepackt. Die Nummer erreicht Platz zwei der kanadischen Rock-Radio-Charts. Um die EP zu promoten, geht die Band direkt auf Tour, spielt dabei unter anderem mit The Balconies, Teenage Kicks sowie Head of The Herd und erarbeitet sich dabei schnell den Ruf als fantastische, energetische Live-Band.

Im März 2014, noch immer on the road, beginnt die Band an ihrem ersten Album zu basteln. Bis zum Juni des selben Jahres nimmt die Band in den Catherine North Studios in Hamilton (Ontario) auf, wieder steht John-Angus MacDonald dabei am Regler. Die Platte besteht hauptsächlich aus neuem Material, allerdings schaffen es auch ein paar Songs der Debüt-EP – “White Noise” und “Mama” – auf die Tracklist. Zu den größeren Hits der Scheibe, die letztlich den Namen “The Union” bekommt, gehören aber vor allem Songs wie “Heavy” und “Lightning”. Das Album erreicht Platz 23 der kanadischen Billboard Charts.

2015 verlässt Gitarrist Andrew Young die Band und wird durch Chris Koster ersetzt. Das hält die Band allerdings nicht weiter auf. Im Oktober des selben Jahres erscheint mit “Sometimes On A Sunday” eine brandneue Single.

Anfang 2017 legt die Band mit “Kill The Lights” eine weitere Stand-Alone-Single vor, ehe sie sich in Los Angeles an die Arbeit zu ihrem zweiten Longplayer macht, die einen Großteil des Jahres ausmachen wird. An den Reglern sind diesmal die Produzenten Frederik Thaae, Ryan Spraker und Tom Peyton, auch bekannt als The Fast Friends.

Das Ergebnis dieser Mühen, die Platte “Young Beauties & Fools”, kommt im Oktober 2017 auf den Markt. Auf der Platte verhandelt die Band Themen wie Ehrlichkeit, Lustlosigkeit und das Erwachsenwerden. Songwriter Brett verarbeitet hier auch mal wieder viele seiner Abenteuer. Und das gewohnt schonungslos. “It’s basically the story of a 24-year-old kid,” wird Brett auf der bandeigenen Homepage zitiert.  “They’re simple songs about alcoholism and the mostly autobiographical story of my life. The whole thing is derived from the thoughts, actions and feelings of a kid who doesn’t really know himself and the consequences of those actions.”

DISCOGRAPHY

2013: Shapeless Art (EP)

2014: The Union

2017: Young Beauties And Fools

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