The Boomtown Rats - Citizens Of Boomtown (foto: bmg)

The Boomtown Rats – Citizens Of Boomtown

Erscheinungsdatum
März 13, 2020
Label
BMG
Unsere Wertung
5
Anspieltipps
Trash Glam Baby
Passing Through
Sweet Thing
5
Durchwachsen.
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Nach mehr als 36 Jahren melden sich die Boomtown Rats mit einem neuen Album zurück. Die irischen New-Wave-Legenden legen mit „Citizens Of Boomtown“ eine neue Platte vor. Leider versuchen sie dabei auch, sich etwas beim jüngeren Publikum anzubiedern.

Keine Frage: Retrospektiv hat Sänger Bob Geldof seine Boomtown Rats natürlich irgendwie immer überstrahlt. Das liegt weniger daran, dass dem Guten nach dem Ende der Band 1986 noch viel Erwähnenswertes in Sachen Solo-Karriere gelungen ist. Nein, Bob Geldorf ist so etwas wie der gute Samariter des Pop geworden. Gemeinsam mit Midge Ure hat er 1984 das Band-Aid-Projekt („Do They Know It’s Christmas?“) ins Leben gerufen. Und kurz darauf stellte er das riesige Charity-Spektakel „Live Aid“ auf die Beine. Beide Projekte dienten dazu, die Hungersnot in Äthiopien zu bekämpfen. Und dann war da ja noch die ewige Präsenz in der Regenbogenpresse, als ihm Ehefrau Paula Yates in Richtung Michael Hutchence (INXS) davon lief.

Dabei gehörten die Boomtown Rats in den siebziger Jahren mit ihrem Mix aus Punk, Pop und Wave ja wirklich zu den denkwürdigeren Kapellen der Zeit. Nicht zuletzt natürlich auch dank ihres Überhits „I Don’t Like Mondays“, der sich mit einem Schulmassaker in San Diego (Kalifornien) aus dem Jahr 1979 befasste.

Guter Start, dann flacht das Album zusehends ab

Nachdem die Boomtown Rats ab 2013 hier und da wieder vereinzelt aufgetreten ist, gibt es nun also das erste Album seit „In The Long Grass“ (1984). Und es wirkt ein bisschen so, als wäre die Zeit stehen geblieben. Geldof, mittlerweile auch schon fast 70, und seine Kapelle versuchen, sich an die eigene Rotzigkeit zu erinnern. Hier und da werden sie also etwas nostalgisch und versuchen so zu klingen wie früher. Das gelingt hier und da auch ganz gut, wie beim Opener „Trash Glam Baby“. Oder bei der Garage-Rock-Nummer „Sweet Thing“, bei der eine Referenz zu „I Don’t Like Mondays“ eingebaut wurde. Und auch die Ballade „Passing Through“ gefällt.

Schwierig wird es tatsächlich dann, wenn sich die Boomtown Rats dem Zeitgeist annähern wollen. In der zweiten Hälfte flacht das Album daher deutlich ab. Exemplarisch: der Song „K.I.S.S.“ mit seinem Rap-Part, der fast schon ein bisschen awkward wirkt. Und auch „Get A Grip“ mit seinen Techno-Beats ist mehr als verzichtbar.

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