Sting - The Bridge (foto: universal music)

Sting – The Bridge

Erscheinungsdatum
November 19, 2021
Label
Interscope / Universal Music
Unsere Wertung
7
Anspieltipps
Rushing Water
The Book Of Numbers
If This Is Love
7
Kein Hit, aber äußerst gefällig.
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70 Jahre und immer noch nicht müde: Musik-Legende Sting hat heute mit „The Bridge“ sein 15. Studioalbum vorgelegt. Es ist eines seiner besten in jüngerer Vergangenheit.

Es scheint ja irgendwie in Mode zu sein, dass große Musiker, solche, die man gerne auch mal als Legende bezeichnet, im Alter so ein bisschen an ihrem eigenen Denkmal ruckeln. Eric Clapton ist da so ein Beispiel. Oder Van Morrison. Gerade jetzt, in Zeiten von Covid-19, fällt da doch der eine oder andere mit merkwürdigen Aussagen negativ auf – und verleidet einem da so ein bisschen die Lust an der eigenen Musik.

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Sting gehört sicherlich nicht in diese Kategorie. Hätte uns auch gewundert, wenn der Brite in der Pandemie da aus der Rolle gefallen wäre. Denn er stand ja immer irgendwie auf der Seite der Guten, ob er nun gegen den Hunger in Afrika ansang oder die Zerstörung des Regenwalds. Sting war immer einer, der gesellschaftliche und politische Debatten in seinen Songs aufgriff – und das zumeist auch sehr geschickt. Auch wenn er sich immer wieder die Kritik gefallen lassen musste, etwas zu sehr mit dem erhobenen Zeigefinger zu arbeiten und den Lehrer raushängen zu lassen.

Waschechtes Corona-Album

So verwundert es nicht, dass er sich auf seinem neuen Album „The Bridge“ der Corona-Krise annimmt. Dem gesellschaftlich bestimmenden Thema unserer Zeit, Nicht sehr direkt, nicht mit dem Holzhammer, es geht nicht um das Virus selbst, sondern vielmehr um unseren Umgang damit, um unsere Ängste, Sorgen, Nöte. Um persönliche Verluste. Soziale und politische Umbrüche. Das Hoffen auf eine bessere Zukunft. Die Songs sind dabei im Grundton nicht verzweifelt, sondern eher optimistisch, versuchen Wärme und Geborgenheit zu vermitteln. Die „Brücke“ fungiert dabei als Symbol und steht für die Verbindung von Ideen, Kulturen, Kontinenten und sogar den Ufern eines jeden Flusses.

Für Sting ist „The Bridge“ außerdem eine Reise in die eigene Vergangenheit, zu den Orten und der Musik, die ihn prägten und die tief in seine DNA eingeschrieben sind. Der Sound ist entsprechend vielfältig, Sting channelt ein bisschen The Police („Rushing Water“) und sich selbst solo („For Her Love“), um dann in Richtung Jazz („The Bells of St. Thomas“), Rock („The Book Of Numbers“, mit hervorragendem Bläser-Part) und Folk („The Hills On The Border“, „Captain Bateman“) abzubiegen. Zu den Glanzlichtern gehört dabei sicherlich das vorab als Single veröffentlichte „If It’s Love“, eine leichtfüßige Nummer mit gepfiffenem Intro, in der Sting die Liebe mit einer unheilbaren Krankheit vergleicht.

Keine Frage: Auch wenn es der Brite hier und da mit Kirchen-Klischees in seinen Lyrics etwas übertreibt, ist „The Bridge“ ein würdiges Alterswerk des Mannes. Gut, dass wir ihn haben – und er dafür sorgt, dass das Denkmal stehen bleibt.

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