Berührende Komödie aus Spanien: In „So klingt das Leben“ versucht ein galicisches Fischerdorf nach einer großen Tragödie wieder zu sich selbst zu finden. Der Streifen liegt nun fürs Heimkino vor.
Zwei Jahre nach einem tragischen Schiffsunglück, bei dem fast die ganze Besatzung ums Leben kam, versucht ein kleines Fischerdorf an der galicischen Küste, neuen Halt zu finden. Es beschließt – nach einigem Hin und Her -, sein traditionelles Musikensemble wieder aufleben zu lassen. Eine sogenannte Rondalla, die folkloristische Musik spielt und damit durch die Straßen zieht. Mit Mut und Entschlossenheit probt die Gemeinschaft für den regionalen Wettbewerb und verbindet vertraute Instrumente – etwa den Dudelsack – mit zeitgenössischen Hits. Während der dreimonatigen Proben kehren Schritt für Schritt Lebensfreude und Zuversicht zurück. Doch der Weg ist kein leichter: Die Lücken, die das Unglück hinterlassen hat, sind auch im Ensemble spürbar. Im Zentrum steht dabei die Beziehung zwischen Luis, einem Überlebenden des Unglücks, und Carmen, der Witwe des zu Tode gekommenen Kapitäns. Zwischen Hoffnung, Zweifel und Trauer gerät die Harmonie der Gemeinschaft immer wieder ins Wanken.
anzeige
Es ist eine Geschichte von Verlust und Versöhnung, die Regisseur und Drehbuchautor Daniel Sánchez Arévalo in „So klingt das Leben“ erzählt. Das kann man Tragikkomödie nennen, aber auch Feelgood-Komödie, denn es geht hier auch um den Mut zum Neuanfang, den Wunsch nach zurückkehrender Leichtigkeit. Diese Verbindung aus Humor und Schmerz funktioniert hier hervorragend. Arévalo kann dabei auch auf ein gut aufgelegtes Ensemble zurückgreifen. Die rauen, eindrucksvolle Landschaft Galiciens verleiht dem Streifen dann auch noch eine erfrischende Atmosphäre. Untermalt von einem mitreißenden Soundtrack, gelingt so ein warmherziger Film über die heilende Kraft von Musik und Gemeinschaft.
anzeige



