Provinz - Wir bauten uns Amerika (foto: warner music)

Provinz – Wir bauten uns Amerika

Erscheinungsdatum
Juli 17, 2020
Label
Warner Music
Unsere Wertung
7.5
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7.5
Gelungenes Debüt.
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Im vergangenen Jahr hatten wir Provinz schon mal im Fokus. Da tauchte das Folk-Pop-Quartett bereits in unserer „Video der Woche“-Rubrik auf. Nun legt die Band mit „Wir bauten uns Amerika“ ihr Debütalbum vor.

Der Name ist Programm: Provinz stammen aus Vogt im Landkreis Ravensburg (Baden-Württemberg). Ein beschauliches Örtchen, mit nicht einmal 5000 Einwohnern – die Wiege eines Familienprojekts. Die beiden Cousins Vincent Waizenegger und Robin Schmid musizierten bereits unter dem Namen „Twice“ gemeinsam, später stieß mit Moritz Bösing ein dritter Cousin hinzu. Als mit Leon Sennewald 2017 dann auch ein Schlagzeuger gefunden wurde, waren Provinz, wie sich die Band fortan nannte, komplett.

2019 wurde die Gruppe von Warner Music unter Vertrag genommen, im März des gleichen Jahres erschien die erste EP der Band – und jetzt liegt auch endlich das Debütalbum der Kapelle vor. Eigentlich sollte das Ding erst im August erscheinen, aber, Corona, Sie wissen schon, da plant man eben schon mal um.

Gelungener Erstling

„Wir bauten uns Amerika“ ist auf jeden Fall ein gelungener Erstling. Der Folk-Pop des Quartetts ist dringlich und ziemlich direkt, mal euphorisch, mal wehmütig. Die Themenpalette, das ist schnell klar, sieht bei einer so jungen Band nicht anders aus als bei Kollegen aus der großen Stadt: die erste ganz große Liebe, der erste schlimme Liebeskummer, der erste Rausch, der Kater danach, der Alltag zwischen Schule, Sportverein und Abhängen mit Freunden. Der einzige Unterschied: eine Jugend auf dem Land ist eine Jugend unter dem Brennglas, wie die Band findet. Intensiver irgendwie.

„Daher kippen auch unsere Songs oft von einem Extrem ins andere“, schätzt Robin. „Entweder sie sind extrem traurig oder extrem ekstatisch oder es vermischt sich beides.“ Hauptsache nicht so eintönig wie das Leben in der Provinz. „Man macht eigentlich jeden Tag das Gleiche, man sieht jeden Tag dieselben Leute und lebt in seiner Blase“, beschreibt es Vincent. „Und man stellt sich die ganze Zeit vor, was außerhalb der Provinz alles abgehen muss.“

Intensiv und leidenschaftlich

Die Intensität der Jugend spiegelt sich ganz gut in der Stimme von Frontmann Vincent. Immer etwas fieberhaft und leidenschaftlich, gerne mal kurz davor, sich vor lauter Emotion zu überschlagen. Macht Laune, sie trägt auch über Albumlänge.

Keine Frage: Von Wegen Lisbeth, Faber, AnnenMayKantereit – all diese Künstler kommen einem in den Sinn, wenn man Provinz zum ersten Mal hört. Wohl auch kein Zufall: Immerhin arbeiten die Jungs aus BaWü hier mit dem Produzenten Tim Tautorat zusammen, der auch schon mit AnnenMayKantereit und Faber im Studio war. Der Vergleich soll aber nicht als Hypothek verstanden werden – eher als Kompliment.

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