Noel Gallagher - Who Built The Moon? (foto: Sour Mash / Indigo)

Noel Gallagher’s High Flying Birds – Who Built The Moon?

Erscheinungsdatum
November 24, 2017
Label
Sour Mash / Indigo
Unsere Wertung
7.5
Anspieltipps
Fort Knox
Holy Mountain
Keep On Reaching
Dead in the Water
7.5
Starke Scheibe.
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Sich von allen kreativen Ketten befreien, es mal etwas experimenteller angehen lassen: Das war das erklärte Ziel von Ex-Oasis-Mitglied Noel Gallagher, der das Ergebnis dieser neuen Denke nun mit dem Album „Who Built The Moon?“ vorlegt.

Einer, der für diesen neuen Gallagher-Sound verantwortlich zeichnet, ist der irische Produzent, DJ und Komponist David Holmes, mit dem Noel seit rund zwei Jahren zusammenarbeitet. Für „Who Built The Moon?“, den Nachfolger des mit Platin ausgezeichneten „Chasing Yesterday“, das im Jahr 2015 erschien, haben die beiden nun elf neue Tracks zusammengebastelt, die sich unter anderem von französischem Psychedelic-Pop, klassischem Electro, Soul, Rock, Disco und Dance inspirieren ließen.

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Klingt schräg, funktioniert aber. Das Album ist eine runde Sache geworden, hat einige starke Nummern in petto. Das exotisch anmutende „Fort Knox“ etwa, das Erinnerungen an Gallaghers Kollaboration mit den Chemical Brothers anno 1996 wachruft. Oder das angegospelte „Keep On Reaching“. „Black & White Sunshine“ könnte ein Überbleibsel aus dem Oasis-Katalog sein, die Glam-Rock-Nummer „Holy Mountain“ erinnert dagegen ein wenig an Slade und Roxy Music. „It’s A Beautiful World“ könnte der Remix eines Elbow-Songs sein. „Be Careful What You Wish For“ ist dann schon wieder eine schwüle Blues-Nummer. Ein paar Instrumental-Einschübe verleihen dem Album dann noch fast eine cineastische Dimension. Fun fact: Mit „Dead In The Water“ findet sich nur eine einzige Ballade auf der Platte. Die lohnt sich aber.

Gallagher lässt sich auf neue Arbeitsweise ein

Erstmals, so heißt es im Waschzettel zum Album, schrieb Gallagher das Material für ein Album ausschließlich im Studio. Er ließ sich auf die dortigen Laborbedingungen und die von David Holmes geschätzte Methode des Cut-and-Paste ein. Gallagher verzichtete zwischenzeitlich sogar auf den gewohnten Alleingang mit sechs Saiten. Im Studio schauten dann noch Paul Weller (Orgel auf „Holy Mountain“) und Johnny Marr (Gitarre und Harmonika auf „If Love Is The Law“) vorbei und hinterließen auf dem zehntem Studioalbum in Gallaghers Karriere ihren Fingerabdruck.

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