Lùisa (foto: Bettina Theuerkauf)

My Soundtrack: Lùisa

Läuft bei Lùisa: Im vergangenen Oktober hat die Hamburger Musikerin Simply Red auf Tour begleitet, jetzt steht ihr selbst der Platz im Rampenlicht zu. Mit „Call Me The Witch“, das am 10. April erscheinen wird, hat sie nämlich ein neues Album am Start. Die Platte soll gleichermaßen feministisches Manifest wie schwelgerisches. popmusikalisches Fest sein, heißt es in der Ankündigung des Labels. Es gehe um das Suchen und Finden des Magischen in einer entzauberten Welt. Gute Chancen, etwas von der Magie zu finden, hat man auf den Konzerten von Lùisa. Noch diesen Monat startet die Musikerin ihre „Call Me The Witch“-Tour. Bevor sie on the road geht, hat die Hamburgerin noch für unsere My-Soundtrack-Reihe Rede und Antwort gestanden.

„Call Me The Witch“-Tour 2026    

11.04.2026 Karlsruhe, Café Nun  
12.04.2026 CH-Zürich, X-tra  
14.04.2026 München, Orangehouse  
15.04.2026 Nürnberg, Club Stereo  
16.04.2026 Halle, Objekt 5  
17.04.2026 Berlin, Berghain Kantine  
18.04.2026 Osnabrück, Popsalon-Festival  
19.04.2026 Langenberg, KGB  
20.04.2026 Köln, Die Wohngemeinschaft  
21.04.2026 Münster, Pension Schmidt  
05.05.2026 Dresden, Ostpol  
06.05.2026 Oberhausen, Gdanska  
07.05.2026 Schorndorf, Manufaktur  
08.05.2026 Mainz, Schon Schön  
10.05.2026 Hamburg, Nochtspeicher

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Kate Bush – Running Up That Hill

Ich bin ein großer Kate-Bush-Fan. „Running Up That Hill“ – und generell ihr ganzes Album Hounds of Love – sind für mich von zeitloser Schönheit und Tiefe. Ihre Musik bringt mich wirklich immer an einen anderen Ort. Als ich mein Album „Call Me The Witch“ geschrieben und aufgenommen habe, habe ich „Running Up That Hill“ und das ganze Album „Hounds of Love“ immer wieder auf dem Weg in mein Studio gehört. An „Running Up That Hill“ liebe ich neben dem unglaublich tollen und emotionalen Gesang von Kate Bush vor allem die Drumproduktion und die ikonischen Synths. Kate Bush ist für mich eine riesige Inspiration als Produzentin – mit ihrem Ansatz, alles selbst zu produzieren, war sie ihrer Zeit einfach voraus.

Joanna Newsom – Sprout and the Bean

Der Song „Sprout and the Bean“ von Joanna Newsom ist für mich wahrscheinlich einer der Gründe, warum ich überhaupt selbst angefangen habe, Songs zu schreiben. Ich habe Joanna Newsom entdeckt, als ich 17 war, und habe ihre Arbeit in dieser Zeit wirklich inhaliert. Sie entzieht sich komplett den ganzen bescheuerten Wirkungsmechaniken der Musikindustrie und ist noch nicht einmal auf Streaming-Diensten wie Spotify. Das macht ihre Musik noch geheimnisvoller. Sie hat schon länger keine neuen Alben veröffentlicht, aber all ihre Veröffentlichungen sind ganze Welten, in denen ich mich ein Leben lang immer wieder verlieren kann.

Labi Siffre – My Song

„My Song“ von Labi Siffre habe ich erst letztes Jahr im Frühling für mich entdeckt. Ich machte einen Spaziergang an der Elbe in Hamburg und fand den Song durch Zufall. Seitdem bin ich einfach verliebt in Labi Siffres Album „Crying Laughing Loving Lying“ – ich finde, seine Songs und sein Storytelling strahlen gleichzeitig eine unglaubliche Leichtigkeit und Tiefe aus. Ich nehme die Welt immer ganz anders wahr, wenn ich die Musik von Labi Siffre höre.

Fleetwood Mac – Dreams

„Dreams“ von Fleetwood Mac ist natürlich ein totaler Klassiker, wenn man so wie ich ein riesiger Fleetwood-Mac-Fan ist. Der Song ist für mich ein magischer Evergreen – ich kann ihn immer und überall hören. Grundsätzlich hat mich auch die Produktion von Fleetwood Macs „Rumours“ sehr für die Produktion meines Albums „Call Me The Witch“ inspiriert – gerade was die Drumproduktion und die Drum-Ästhetik meiner Songs angeht, habe ich immer wieder „Dreams“ als Referenz genommen. Das ganze Arrangement von “Dreams” ist pure Perfektion.

Talk Talk – I Believe In You

„I Believe in You“ von Talk Talk – ich kann diesen unfassbar großartigen Song nicht jeden Tag hören, weil ich eigentlich fast immer anfangen muss zu weinen, wenn ich ihn höre. Mark Hollis’ Art zu singen, seine Texte, seine ganze Ausdrucksweise berühren mich auf eine spirituelle Weise, die ich nur schwer in Worte fassen kann. Das Werk „Spirit of Eden“ ist eine meiner Lieblingsplatten auf der ganzen Welt.

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