My Soundtrack: Do I Smell Cupcakes?

Do I Smell Cupcakes (foto: viviane wild)

Die Brücke zwischen Indie Rock-Oper und R&B schließen – das ist das erklärte Ziel der Band Do I Smell Cupcakes? aus Hamburg, Berlin und Cottbus. Das Trio – Dennis Depta, Jon-Jakob Gendner und Can Monarc – hat im vergangenen Jahr mit “Make the Big Boys Hire Me” sein Debütalbum veröffentlicht – und uns für unsere My Soundtrack-Reihe Rede und Antwort gestanden.


Dennis

The National – Guilty Party


The National haben mich 2017 komplett umgehauen. Ich habe das Gefühl, mit ihrer Scheibe „Sleep Well, Beast“ haben die fünf einen Punkt in ihrem Schaffen erreicht, indem das Beste und Schönste dieser Band endlich kulminiert. Kürzlich haben sie dafür den Grammy entgegennehmen können. „Sleep Well, Beast“ ist für mich nicht nur die Platte des Jahres 2017; auch ihr Konzert im Berliner Tempodrom hat selbst die Wahnsinns-Liveshow von Nick Cave einen Tag zuvor in den Schatten gestellt. Und auch die für mich drei besten Songs 2017 haben The National geschrieben. Eine Nummer heißt „Guilty Party“ und hat mich während eines Aufenthalts in Taiwan bei 40 Grad am Leben erhalten!


Can

Mariah Carey – Anytime You Need A Friend 


Ich habe als Kind sehr viel geredet und war immer sehr aktiv. Als dieser Song von Mariah Carey damals im TV lief, war ich das erste Mal für vier Minuten komplett still: Mariah hat mich mit ihrer Stimme in den Bann gezogen. Meine Mutter hat mich dabei gefilmt, weil sie es gar nicht fassen konnte. Kurz darauf hat meine Mutter mir das Album „Music Box“ von Mariah Carey geschenkt. Seitdem höre ich Mariah täglich. Und ab und an schauen wir uns heute noch gemeinsam das Video von dem 4-Jährigen und dessen gebanntes Zuhören an. 


Jon

David Gilmour – Run Like Hell (Live at Pompeii 2016)


Obwohl ich selbst erst in den späteren 90ern geboren wurde, beinhaltete meine musikalische Prägung zu einem Großteil Künstler, die ihren Ursprung teilweise schon in den 60ern hatten (die bekanntesten davon sind wohl Genesis, Pink Floyd und Led Zeppelin). Gerade die progressive Rockmusik hatte es mir angetan. Meinen persönlichen Höhepunkt hatten diese Bands mit dem Sound der späten 70er/frühen 80er. Knallende Snares, laute Gitarren und geräumige Keys und Synthies – für mich der perfekte Rock-Sound und damit auch mitprägend für den Sound unseres Albums „MAKE THE BIG BOYS HIRE ME“. Einer meiner Favoriten dabei ist „Run Like Hell“ von Pink Floyds legendärer Platte „The Wall“. Er hat alles was mein Herz höherschlagen lässt – einen simplen aber groovenden Beat, einen marschierenden Bass, eine Sechzehntel-Gitarre, die zusammen mit dem Schlagzeug, höllisch treibt. Schreiende Gitarren-Chords und Keys die das Ganze aufgehen lassen. Einfach genial – hier in einer Version von David Gilmour aufgenommen 2016 in Pompeji.


Band

Paramore – Now 


Jennifer Rostock – Du nimmst mir die Angst 


Bevor wir im Studio waren und unsere Platte „MAKE THE BIG BOYS HIRE ME“ aufgenommen haben, sind wir natürlich auf Soundsuche gegangen. Wir brauchten prominente Beispiele, in welche Richtung wir die Scheibe soundmäßig schieben möchten. Diese beiden Tracks, die wir sehr mögen, haben uns geholfen, einen eigenen Sound für „MAKE THE BIG BOYS HIRE ME“ zu definieren.

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