Morcheeba - Blaze Away (foto: fly agaric)

Morcheeba – Blaze Away

Erscheinungsdatum
Juni 1, 2018
Label
Fly Agaric / Indigo
Unsere Wertung
7.5
Anspieltipps
Never Undo
Blaze Away
It's Summertime
Paris Sur Mer
Find Another Way
Mezcal Dream
7.5
Ein Comeback, das keines ist, aber dennoch gelingt.
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Morcheeba dürfen wieder Morcheeba sein: Fünf Jahre nach ihrem letzten Album legen die zum Duo geschrumpften britischen Trip-Hop-Pioniere mit „Blaze Away“ endlich wieder einen neuen Longplayer vor. 

Keine Frage: Die Trip-Hop-Pioniere von Morcheeba haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Im Jahr 2004 ekelten die Godfrey-Brüder Paul und Ross ihre Frontfrau Skye Edwards raus, mit der sie zuvor neun Jahre lang große Erfolge feierten, um dann mäßig erfolgreich mit wechselnden Sängern und Sängerinnen weiterzumachen. Das Konzept ging nicht auf. 2010 raufte sich die alte Besetzung wieder zusammen, veröffentlichte gemeinsam wieder tolle Musik und ging auch immer wieder ausgedehnt auf Tour. Dass es aber im Gebälk wohl wieder kräftig knirschte, konnte man als Beobachter in den vergangenen Jahren mehr als nur erahnen. Diesmal aber nicht zwischen den Godfreys auf der einen Seite und Skye auf der anderen, sondern zwischen den beiden Geschwistern. Paul ging immer seltener mit auf Tour. Irgendwann gründeten Skye und Ross ein Duo, veröffentlichten 2016 ohne Paul sogar Musik. Nun also der definitive Cut. Paul ist, wie man nun erfuhr, seit 2014 raus aus der Band. Ein Rechtsstreit um den Namen folgte, gewonnen haben ihn Ross und Skye.

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„Blaze Away“ ist ein Neustart

Und so ist das nun vorliegende Album “Blaze Away”, das insgesamt neunte der Band, auch eine Art Neustart. Wobei der Blick aber zumindest musikalisch eher zurück denn nach vorn geht. Morcheeba klingen nämlich nun wieder nach den frühen Morcheeba, vermischen auf zwölf Songs mit viel Lust jede Menge verschiedene Genres zu einem stimmigen Ganzen. “We brought back a lot of the influences of early Morcheeba records. From ‘50s blues, ‘60s psychedelic rock and ‘70s dub reggae to ‘80s electro and ‘90s hip hop. Whatever felt right, we went with”, erklärt Produzent Ross Godfrey, der auf Songs wie dem genialen „Mezcal Dream“ mal wieder öfter seine Gitarre auspacken darf. Tut dem Album gut.

Dazu hat die Platte einige ganz nice Features und Kollaborationen in petto. Roots Manuva ist als Gast auf dem optimistischen und hoffnungsvollen Titeltrack „Blaze Away“, zu hören. Der französische Star Benjamin Biolay singt gemeinsam mit der wie immer betörenden, honigsüßen Skye auf dem sinnlich-verträumten, aber textlich abgedrehten „Paris Sur Mer“. Und Kurt Wagner von Lambchop hat die Lyrics für das sonnige „It’s Summertime“ verfasst.

Es ist insgesamt eine recht optimistische Platte geworden. Schon die erste Single-Auskopplung „Never Undo“ mit ihren positiven Vibes deutete bereits darauf hin. Obwohl es in dem Song ja eigentlich um einen anonym bleibenden, schlechten Menschen geht, der Skye in der Vergangenheit das Leben schwer gemacht hatte. Make love not war – das ist hier die Message der Band, die sich eigentlich immer als unpolitisch betrachtet hat.

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