Josin – In The Blank Space

Josin - In The Blank Space (foto: dumont dumont)

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Mit ihrer Debüt-EP hatte sie uns vor knapp zwei Jahren ja schon den Mund wässrig gemacht. Nun hat Josin mit “In The Blank Space” auch endlich ihr lang erwartetes Debütalbum vorgelegt. Die Platte ist via Dumont Dumont erschienen – und beinahe magisch.

Josin heißt eigentlich nicht Josin, sondern Arabella Rauch. Die Komponistin und Produzentin wurde in Köln als Tochter zweier Opernsänger geboren und hatte, obwohl Musik schon immer eine wichtige Rolle in ihrem Leben gespielt hat, eigentlich erst vor, Medizin zu studieren. Allerdings merkte die Wahl-Hamburgerin dann doch recht schnell, dass ihr Herz doch mehr für die Musik als für Medizin schlägt: “Ich habe mein erstes Jahr an der medizinischen Fakultät gemacht, aber es fehlte etwas. Ich glaube, ich habe nie wirklich gesehen, was die ganze Zeit da war – die Musik. Vielleicht weil es so normal war in einer künstlerischen Umgebung aufzuwachsen. Irgendwann wurde die innere Stimme unausweichlich und ich wusste, dass ich ihr folgen muss.”

Gut, dass sie es getan hat. Mitte 2017 sorgte die Gute mit ihrer EP “Epilogue” schon für Aufsehen, nun liegt endlich das seither heiß erwartete Debüt-Album der jungen Musikerin vor. Und das klingt erstaunlich reif. Nicht wie ein Erstling, sondern wie das Werk eines ausgebufften Musik-Profis – dabei aber gleichzeitig unheimlich emotional und ausdrucksstark. Neun Tracks versammelt Josins Longplayer-Premiere. Neun Tracks, die eine gelungene, dynamische Mischung aus klassischer und elektronischer Musik darstellen, untermalt von Keyboards und poetischen Lyrics. Als autodidaktische Produzentin experimentiert Josin stets damit, elektronische Musik mit selbstkomponierten Streicher-Arrangements zu verbinden.

Zu den Glanzlichtern der Platte gehören sicherlich “Burning (for a new start)”, das Josin sogar Vergleiche mit Radioheads Thom Yorke einbrachte, “Company” mit seinem aus dem Rahmen fallenden Bass, das langsame “Once Apart” und das sanfte “Healing”. Aber auch der Opener “In the Blank Space” ist geradezu magisch. Wie der Rest der Platte, die einem bei jedem Hören neue Geheimnisse verrät.

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Fazit: Starkes Debüt.

Anspieltipps: Burning (for a new start), Company, Once Apart, In The Blank Space, Healing

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