Die Welt ist aus den Fugen geraten. Hiss Golden Messengers neues Album „I’m People“ will da ein bisschen Hoffnung stiften. Hilft ja alles nix.
Hiss Golden Messenger sind eine Folk-Band aus Durham, North Carolina, die 2007 von M.C. Taylor und Scott Hirsch ins Leben gerufen wurde, nachdem sich ihre vorige Gruppe The Court & Spark aufgelöst hatte. Schon nach dem Release des Debütalbums „Country Hai East Cotton“ (2009) verließ Hirsch das Projekt, seither hat Taylor allein den Hut auf. Und ist ungeheuer umtriebig. „I’m People“ ist das nun schon 15. Studioalbum von Hiss Golden Messenger.
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Es ist ein Album, das irgendwie raus musste. Taylor, der sich mit Herzschmerz und Hochgefühlen und der absolut schwarzen Komödie des Lebens in Amerika im Jahr 2025 auseinandersetzt, fragt auf dem Album: Was bleibt uns anderes übrig, als irgendwie hoffnungsvoll zu sein? Um der Antwort auf diese Frage etwas näher zu kommen hat Hiss Golden Messenger Lieder geschrieben. So ist „I’m People“ eine Platte, die die ganze Klaviatur der Gefühle bespielt. Verletzlich und voller trotziger Lebensfreude.
Im Dreamland aufgenommen
„I’m People“ wurde in New Mexico, Kalifornien und North Carolina geschrieben, von Taylor und Josh Kaufman co-produziert, von Chris Boerner und Gillian Pelkonen aufgenommen und von D. James Goodwin gemischt und gemastert. Die Aufnahmen selbst fanden dabei in Dreamland statt, einer stillgelegten Kirche außerhalb von Woodstock, New York. „Ich wollte, dass das Album das Gefühl dieses Ortes im Hinterland vermittelt, tief in der Tasche, ein Ort der Poesie, der Erde, des Himmels und der Berge. Ein Ort, aus dem viele meiner Lieblingsmusikstücke stammen“, kommentiert Taylor.
Unterstützt wurden Hiss Golden Messenger von vielen namhaften Kollegen, darunter Bruce Hornsby, Sam Beam, Marcus King, Sara Watkins, Amy Helm, Matt Douglas, Eric D. Johnson sowie Griff und Taylor Goldsmith (Dawes) zu hören.
Das sind die Glanzlichter
Zu den Highlights gehört sicherlich das als Single veröffentlichte „Shaky Eyes“, einer Nummer, die Aufbruchstimmung vermittelt. „Bleiben wir bei der sicheren Sache? Oder setzen wir auf das Unwahrscheinliche, ohne zu wissen, wie ein Gewinn Dinge verändern könnte, an die wir noch nie gedacht haben? Oder treiben wir einfach im Zwischenraum dahin?“ fragt M.C. Taylor in dem Song, den er seiner Heimat Kalifornien gewidmet hat. Der weite Himmel des Westens sei etwas, das seine Träume noch immer präge.
Das gospelige „Depends on the River“ (der Album-Closer) bleibt ebenso haften wie das blues-rockigere „Last Orders“ und das folk-rockigere „In the Middle of It“. Songs, die einen durch schwere Zeiten begleiten können.
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