Duran Duran - Future Past (foto: tape modern/bmg)

Duran Duran – FUTURE PAST

Erscheinungsdatum
Oktober 22, 2021
Label
Tape Modern / BMG
Unsere Wertung
7
Anspieltipps
INVISIBLE
FUTURE PAST
WING
GIVE IT ALL UP
7
Gelungenes Spätwerk.
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Aus den „Wild Boys“ sind reife Herren geworden: Die Achtziger-Jahre-Ikonen von Duran Duran wagen auf ihrem 15. Studioalbum „FUTURE PAST“ den Spagat zwischen Vergangenheit und Moderne.

Nein, man konnte sich in den Achtziger Jahren kaum ein Jugendzimmer ohne Duran-Duran-Poster an der Wand vorstellen. Die aus der New-Romantics-Bewegung entsprungene Kapelle sprach mit ihrem Mix aus New Wave, Synthie-Pop, Pop und Rock ein breites Publikum an. Und klar, sie wusste das taufrische Medium Musikvideo auch geradezu brillant einzusetzen. Dass sie mit Simon Le Bon dazu noch einen Frontmann am Start hatte, dem die Mädchenherzen zuflogen, während die Jungs ihn gleichzeitig zu kopieren versuchten, hat da sicherlich auch nicht geschadet. Mehr als 100 Millionen verkaufte Tonträger sprechen eine deutliche Sprache.

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Zwar bekam die Gruppe den Zeitgeist in den Neunziger Jahren nicht mehr zu fassen, aufgelöst haben sich Duran Duran jedoch nie. Ziemlich wacker wird bis heute noch (un-)regelmäßig ein Album veröffentlicht, auch wenn die Pausen dazwischen zuletzt immer größer wurden. Sechs Jahre sind seit „Paper Gods“ vergangen, davor waren es fünf seit „All You Need Is Now“. Und „Paper Gods“ war dabei gar nicht mal so erfolglos, sondern im UK sogar ein Top-Fünf-Album.

Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft

Nun also „FUTURE PAST“. Ein waschechtes Lockdown-Album der einstigen Lieblingsband von Lady Di, mit dem die Um-die-60-Combo den Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft wagen will. Das spiegelt sich auch in der illustren Gästeliste wider, die die Briten auf Studioalbum Nummer 15 versammeln. Angefangen bei dem britischen DJ/ Producer Erol Alkan und der italienischen Legende Giorgio Moroder, über die schwedische Multiplatin-Sängerin Tove Lo, der „Queen Of Drill“ Ivorian Doll, der japanischen Band Chai auf „MORE JOY!“ sowie Blur-Member Graham Coxon, der auf verschiedenen Tracks als Co-Writer und Gitarrist zu hören ist und dem früheren David Bowie-Pianisten Mike Garson (ganz groß bei „FALLING“!) wird da alles abgedeckt. Außerdem ist Mark Ronson als Co-Writer und Musiker auf „WING“ zu hören.

Nun macht die Gästeliste noch nicht automatisch die Party, hier geht das Konzept aber im Großen und Ganzen auf. Duran Duran machen das, was sie am Besten können: Sie stellen sich breit auf. Mit Songs wie dem Opener „INVISIBLE“ bedienen die Jungs so sehr die Fans der ersten Stunde, das einem beim Zuhören fast Schulterpolster wachsen. Und auch „ALL OF YOU“ oder „ANNIVERSARY“ erinnern eher an alte Zeiten. Mit „MORE JOY!“ (mit Chai) und „GIVE IT ALL UP“ (mit Tove Lo) geht’s hingegen zurück in die Zukunft. Und obendrein packen Duran Duran mit „FUTURE PAST“ auch eine überaus gelungene Ballade auf die Tracklist.

Klar: An die ganz großen Zeiten reichen Duran Duran mit „FUTURE PAST“ natürlich nicht heran. Muss aber auch nicht. Unterhaltsam ist dieses Spätwerk auf jeden Fall geraten. Und den Jungs ist in ihrem Alter unbedingt anzurechnen, dass sie nie zu einem Nostalgieact verkommen sind, der nur von alten Meriten lebt. Nein, Duran Duran liefern weiter ab, fordern sich auch noch Ü60 weiter heraus. Da sind sie immer noch hungrig. Hungry Like A Wolf.


 

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